Victor über Real Madrids Formkrise: "Spieler daran hindern, in die Komfortzone zu fallen"

Um wieder in die Spur zu kommen, müsse Real Madrid gegen die zuletzt gezeigte Selbstzufriedenheit ankämpfen und sich Barcelona als Vorbild nehmen.

Ex-Fußballer Victor glaubt, die Gründe für die aktuelle Formkrise seines alten Vereins Real Madrid erkannt zu haben. "Selbstzufriedenheit ist der größte Feind von guten Leistungen", sagte der 41-Jährige der spanischen AS.

"Real Madrid war einige Jahre in einer unbequemen Situation, weil man versuchen musste, mit dem besten Barcelona aller Zeiten mitzuhalten. Diese Situation ist allein schon ein Motivationsfaktor. Es macht dich produktiver und verhindert, dass du dich in der Komfortzone befindest", sagte der Trainer von Real Betis zur Bedeutung der Verfolgerrolle.

Zuletzt waren jedoch die Königlichen das Maß aller Dinge: "In den letzten beiden Jahren hat Real Madrid das Ziel erreicht, das beste Team zu werden, mit einem qualitativ hochwertigen Kader, bei dem der Trainer zwei gänzlich unterschiedliche Mannschaften aufstellen konnte, die beide in der Lage waren, auf höchstem Niveau mitzuhalten."

Victor: "Die Leistungen sind abgefallen"

Mit der Titelverteidigung in der Champions League scheint eine Übersättigung der Spieler eingetreten zu sein: "Was ist passiert, seitdem man diesen Erfolg hatte? Die Leistungen sind abgefallen. Während sich Barcelona neu erfunden hat, scheint Real Madrid die Selbstzufriedenheit zugelassen zu haben", lautet Victors Erklärung für den aktuell großen Abstand zwischen den beiden Vereinen.

Die Aufgabe, die Spieler erneut zu motivieren, müsse nun Trainer Zinedine Zidane übernehmen: "Du musst gegen die Selbstzufriedenheit ankämpfen und jeden daran hindern, in die Komfortzone zu fallen. Wenn man das hinbekommt, wachsen die Spieler und ihre Leistungen verbessern sich wieder", so Victor abschließend.