Vialli: Ancelotti wurde von Bayern-Boss "abgesägt"

Holger Luhmann
Gianluca Vialli (rechts) glaubt nicht an eine baldige Rückkehr von Carlo Ancelotti auf die Trainerbank

Der frühere italienische Weltklassefußballer Gianluca Vialli kann nicht glauben, dass Carlo Ancelotti beim FC Bayern über sein Verhältnis zu den Spielern gestolpert ist. Vialli nimmt vielmehr an, dass Ancelotti von einer Person aus der Führung der Bayern “abgesägt” wurde.

"Als ich gehört habe, dass die Spieler mit Carlo nicht zufrieden gewesen sein sollen, konnte ich es nicht glauben. Ich war perplex – und ich glaube es auch jetzt noch nicht", sagte Vialli SPORT1 in London.

"Bislang war es ja gerade eine von Carlos großartigsten Eigenschaften, eine fantastische Beziehung zu seinen Spielern zu pflegen", erklärte Vialli weiter.

"Ich glaube vielmehr, dass jemand im Klub mit den Resultaten und Leistungen nicht zufrieden war", vermutet der 53-Jährige: "So eine Entscheidung treffen immer die Bosse, nicht die Spieler."

Vialli denkt an Pause für Ancelotti

Ancelotti war Ende September nach dem 0:3 in der Champions League bei Paris Saint-Germain entlassen worden. Wenig später feierte Triple-Trainer Jupp Heynckes sein Comeback bei den Bayern.

Dass Ancelotti noch in dieser Saison als Trainer bei einem neuen Klub anheuert, kann sich Vialli nicht vorstellen.

"Man muss vor allem auch sehen, welche Optionen es überhaupt gibt. Vielleicht wird er ja eine Nationalmannschaft bei der WM nächsten Sommer in Russland trainieren", erklärte Vialli, fügte aber eher skeptisch hinzu: “Ich glaube, dass er sich eine Pause gönnt und erst nächste Saison wieder einsteigt.”

Zuletzt gab es Meldungen, wonach sowohl der kroatische Verband als auch Premier-League-Klub Leicester City Interesse an Ancelotti hätten.