Nach VfL-Aus: Jetzt spricht Verbeek

Reinhard Franke

Nach seinem überraschenden Rauswurf beim VfL Bochum hat sich Trainer Gertjan Verbeek zu den Umständen geäußert.

"Natürlich bin ich enttäuscht, dass die Zusammenarbeit vorzeitig beendet wurde. Alles, was ich geben konnte, habe ich für den VfL gegeben. Das kann ich mit einem guten Gewissen sagen", sagte der 54-Jährige im Gespräch mit SPORT1.

"Wo gearbeitet wird, gibt es verschiedene Meinungen. Das habe ich immer versucht, im Gespräch mit Argumenten zu lösen. Wir kamen zweieinhalb Jahre gut miteinander aus. Jetzt gab es verschiedene Meinungen, wie es weitergehen soll. Dann hat der Verein eine Entscheidung getroffen, das muss ich akzeptieren."


Dass er mit seinem Verhalten den Rauswurf in Bochum mitverursacht habe, wie zwischen den Zeilen zu lesen war, findet der Niederländer nicht:

"Ich bin professionell und muss mein Bestes geben. Ich bin einer, der eine deutliche Meinung hat und an eine Philosophie glaubt. Jeder Trainer arbeitet auf seine Art und Weise, und dafür wird man auch geholt."

Verbeek hatte für Irritationen gesorgt, als er das erste Training nach der Sommerpause um eine Stunde nach vorne verlegte und die VfL-Fans damit vor den Kopf stieß.

"Schlechte Kommunikation"

 "Das lag an schlechter Kommunikation", verteidigt sich Verbeek. "Ich wusste nicht, dass das Training um 15 Uhr beginnen sollte. So begann die neue Saison etwas komisch. Das ist schade und tut mir leid."

Was nach einem Bericht der WAZ das Fass zum Überlaufen brachte, war ein Vorfall im Trainingslager im niederländischen Vaals. Im dortigen Trainingslager soll es zu einem Disput zwischen Verbeek und einem Journalisten gekommen sein.

Der Trainer wollte das nicht weiter kommentieren: "In den drei Wochen Vorbereitung wurde gut gearbeitet und auch das Trainingslager war gut. Da ist nichts Schlimmes passiert. Die Jungs stehen sehr gut da. Die Mannschaft ist voller Ehrgeiz, was die neue Saison angeht."

Offen für weitere Station in Deutschland

Es habe ihm auch Freude gemacht, mit Leuten wie Sportchef Christian Hochstätter zusammengearbeitet zu haben. Sein zweites Gastspiel in Deutschland nach der Premierenstation in Nürnberg müsse daher auch nicht sein letztes bleiben.  

"Die Zweite Liga hat eine große Qualität und viel Leidenschaft", findet Verbeek. "Ich werde sehen, was auf mich zukommt."