Vettels Beinahe-Crash: "Das kann ganz böse ausgehen"

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Vettels Beinahe-Crash: "Das kann ganz böse ausgehen"
Vettels Beinahe-Crash: "Das kann ganz böse ausgehen"

Es war die Aufreger-Szene des vergangenen Samstags in der Formel 1.

Fernando Alonso wäre am Ende von Q2 auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg beinahe auf Sebastian Vettel aufgefahren.

Das Gefährliche dabei: Der Spanier befand sich auf seiner schnellen Runde, während Vettel zum Langsamfahren gezwungen war, um nicht selbst auf den Vordermann aufzufahren. Der Geschwindigkeitsunterschied zwischen beiden Fahrern war also so groß, dass ein Unfall enorme Folgen gehabt hätte. (Fahrerwertung der Formel 1)

Qualifying-Unsitte in der Formel 1

Solche Situationen entstehen aber immer wieder. Denn in der Formel 1 hat es sich eingebürgert, dass die Piloten an der Spitze gerade zum Ende eines Quali-Abschnittes absichtlich langsam fahren, damit die Letzten nicht mehr rechtzeitig über die Linie fahren, um noch eine schnelle Runde hinlegen zu können.

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Für Norbert Haug ist dies eine Unsitte, die so schnell wie möglich beendet werden sollte.

"Am allergefährlichsten sind Situationen wie diese. Es wird mit Tränen enden, wenn man da kein Regulatorium findet. Es ist eingerissen, dass man dieses Go Slow praktiziert. Da müssen einfach Vorschriften her", sagte der langjährige Teamchef in der Formel 1 im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1.

In Spielberg habe es leider Vettel getroffen. Haug wollte sich auch nicht ausmalen, was bei einer Kollision der beiden Altmeister passiert wäre. (Rennkalender der Formel 1 2021)

Haug: "Das kann ganz übel und böse ausgehen"

"Hätte Alonso Vettel getroffen, kann das ganz, ganz übel und böse ausgehen. Ich glaube, dieser Unsitte, diesem Bummelzug, muss man sich wirklich widmen. Sonst geht es schief. Das ist kein Spaß", so Haug weiter.

Vettel wurde übrigens von der Rennleitung bestraft und beim Rennstart drei Positionen von Platz acht auf elf zurückversetzt.

Alonso wütete zunächst im Auto noch heftig gegen Vettel, ruderte dann aber zurück, als er sich die Bilder noch einmal im TV angesehen hatte. "Er hatte keine freie Bahn vor ihm. Er konnte sich nicht in Luft auflösen", sagte Alonso.

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