Hamilton auf Pole - Vettel unter Druck

Sebastian Vettel fuhr im Qualifying im Regen von Monza nur auf Rang acht. Durch Disqualifikationen darf er aber von weiter vorne starten

Sebastian Vettel ist nach stundenlanger Verzögerung wegen zwischenzeitlich sintflutartiger Regenfälle im Qualifying in Monza nicht über Rang acht hinausgekommen und war auf seiner schnellsten Runde knapp 2,5 Sekunden langsamer als sein großer Rivale Lewis Hamilton, der sich die Pole-Position holte.

Allerdings profitierte Vettel von den Strafversetzungen des Red-Bull-Duos Max Verstappen (Niederlande) und Daniel Ricciardo (Australien) auf den Plätzen zwei und drei. Von Rang sechs aus geht Vettel dennoch mit einer schlechten Ausgangsposition in den Großen Preis von Italien am Sonntag (ab 14 Uhr im LIVETICKER auf SPORT1).

Training nicht optimal für Vettel

Vettel erklärte nach dem Qualifying einsilbig und sichtlich unzufrieden am Sky-Mikrofon: "Ich weiß nicht, woran es gelegen hat, anscheinend hat ein bisschen Speed gefehlt. Ich bin nicht zufrieden."

Schon im freien Training dominierten aber die Fahrer der Silberpfeile. Die Tagesbestzeit legte Valtteri Bottas (1:21,406 Minuten) hin, der Finne war dabei knapp schneller als Vettels großer Titelrivale Lewis Hamilton (England/0,056) im zweiten Mercedes. Vettel selbst wurde Dritter (0,140).

Ein Sieg in Monza, sein erster für Ferrari nach den Erfolgen 2008 für Toro Rosso sowie 2011 und 2013 im Red Bull, wäre für Vettel am Ende der Europa-Saison vor allem ein emotionaler Big Point auf dem Weg zu seinem fünften WM-Titel - und dem ersten eines Ferrari-Fahrers seit 2007.