Vettel ohne Topzeit im Singapur-Training

SID
Vettel ohne Topzeit im Singapur-Training

Ein übermotivierter Ferrari-Star Sebastian Vettel hat sich auf dem Weg zur Revanche für das Monza-Debakel selbst eine Topzeit verbaut. Dem Heppenheimer gelang am Freitag nur im ersten freien Training zum Großen Preis von Singapur eine schnelle Runde, in der zweiten Session lag er weit hinter der Spitze.
Auf seiner ersten schnellen Runde blieb der 30-Jährige im Verkehr stecken, im zweiten Versuch unterlief ihm ein Fahrfehler. So kam Vettel mit 1,746 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Daniel Ricciardo im Red Bull (1:40,852) nur auf Tagesrang sieben.
"Vielleicht habe ich es ein bisschen übertrieben", sagte Vettel zu seinem Fahrfehler: "Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen. Sorgen mache ich mir keine, aber uns fehlt allgemein ein bisschen der Speed. Wir müssen noch etwas am Auto tüfteln."
Hinter der Australier Ricciardo fuhr der Niederländer Max Verstappen im zweiten Red Bull die zweitbeste Zeit (+0,556 Sekunden) und schob sich damit noch vor WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes (+0,703). Valtteri Bottas (Finnland/+1,252) im zweiten Mercedes wurde Vierter vor Renault-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich/+1,596).
Bei 30 Grad Lufttemperatur und "nur" 71 Prozent Luftfeuchtigkeit in der Finanzmetropole gelang auch Vettels Teamkollegen Kimi Räikkönen (Finnland/+1,983) keine schnelle Runde, der Worndorfer Pascal Wehrlein wurde in seinem unterlegenen Sauber in 1:45,721 Minuten Letzter.
Vettel, der beim Ferrari-Heimspiel in Monza vor zwei Wochen die WM-Führung an Hamilton verloren hatte, gilt mit der Scuderia eigentlich als Favorit für das Rennen am Sonntag (14 Uhr/RTL und Sky). Der verwinkelte Stadtkurs mit seinen 23 Kurven und meist sehr kurzen Geraden sollte seinem Wagen deutlich mehr entgegenkommen als den stark motorisierten Mercedes-Boliden.
In der ersten Trainingssession hatte Vettel mit nur einer Zehntelsekunde hinter Ricciardo noch Rang zwei belegt, Dritter war Verstappen vor Hamilton.