Vettel-Desaster, Rosberg-Spott & neuer Grand Prix

Nico Rosberg kommt vor der Kamera nicht gut an (Bild: Getty Images)

Im Telegramm stellt Yahoo Sports euch die wichtigsten Ereignisse der Formel-1-Woche zusammen: Ein Rückblick mit neuen Erkenntnissen zum Vettel-Crash in Sepang, Rosbergs Premiere vor der TV-Kamera sowie neue Zukunftspläne der Formel 1.

Sky-Experte Rosberg wird verspottet

Nach seinem Rücktritt aus der Formel 1 war Welt­meis­ter Nico Ros­berg zum ersten Mal mal wieder bei einem Grand Prix dabei, zwar nicht als Fahrer, dafür aber als Experte beim Pay-TV-Sender „Sky“.

Und wie schlug sich der 32-Jährige in seiner neuen Rolle in Suzuka, Japan?

„Auf Twit­ter wurde ich da­nach di­rekt kri­ti­siert“, sagte Rosberg schmunzelnd. „Die haben mir auch gleich den Namen ‚Nico ganz si­cher Ros­berg‘ ver­passt, weil ich das wohl so oft ge­sagt habe.“

Allerdings lässt sich der ehemalige Formel-1-Pilot deswegen nicht gleich verunsichern: „Ich habe das sofort vor der Kamera angesprochen, als ich es erfahren habe. Es ist gar nicht so einfach, das abzustellen, wenn man live frei sprechen muss. Der Job macht mir jedoch viel Spaß.“

Und beim nächsten Grand Prix kann es nur besser werden, Nico – for sure – Rosberg!

Vettel selbst schuld für Crash mit Stroll

Lance Stroll erntete nach seinem Zusammenstoß mit Sebastian Vettel in der Auslaufrunde in Sepang, Malaysia einen heftigen Shitstorm. Jetzt tauchte aber eine neues Onboard-Video von „Sky Sports F1″, das den Williams-Piloten entlastet.

Die Cockpitkamera von Stroll zeigt nämlich deutlich: Der Williams-Fahrer lässt sich zwar in der Linkskurve nach außen in Richtung des Ferrari trieben, sein Lenkwinkel bleibt aber konstant.

“Sobald er Sebastian sieht, lenkt er sogar weg von ihm”, analysiert „Sky“-Experte Johnny Herbert das Video. “Er versucht sogar, Vettel auszuweichen. Auf keinen Fall lenkt er in ihn rein. Und ich frage mich: Warum musste Vettel so nahe an Stroll ranfahren? Das war unnötig, denn er hatte genug Platz. Ich selbst bin in der Auslaufrunde immer ganz an der weißen Linie gefahren, um keine Probleme zu bekommen.“

„Sky“-Kollege Davidson kann Herbert nur beipflichten: “Eines steht fest: Ich glaube nicht, dass man Stroll die Schuld an dem Vorfall geben kann. Das beweisen diese Bilder.” Und Ex-Formel-1-Pilot Martin Brundle geht noch weiter: “Ich fürchte, man muss feststellen, dass diese Situation zu 100 Prozent auf die Kappe von Sebastian Vettel geht.“

Neues Stadtrennen in Asien?

In der aktuellen Formel-1-Saison gibt es mit Schanghai, Singapur, Malaysia, Abu Dhabi, Bahrain und Japan sechs Rennen in Asien. Laut „motorsport-total.com“ plant der neue Formel-1-Eigentümer „Liberty Media“ noch mehr Rennen in Fernost.

Marketing-Chef Sean Bratches schwärmt von einem großartigen Stadtrennen in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam. Es soll bereits Gespräche gegeben haben. “Es gibt eine Reihe von Ländern in Asien, die ein Rennen wollen. Das Wachstum dort ist toll, denn vielerorts gab es zuletzt Rekord-Zuschauerzahlen“, so Formel 1-Chef Chase Carey vielsagend.

Da in der kommenden Saison das Rennen in Malaysia aus dem Rennkalender fliegt, wird daher ein Grand Prix in Vietnam immer wahrscheinlicher. Des weiteren könnte neben dem Rennen in Schanghai noch ein weiterer Grand Prix in China dazukommen.

Problematisch könnte nur sein, dass „Liberty Media“ eigentlich mit der Formel 1 in den USA präsenter sein und gleichzeitig aber die traditionellen Rennen in Europa erhalten wollte. Und der Terminplan ist ohnehin schon voll. „Der Kalender ist ziemlich voll, sodass wir nicht einfach Rennen hinzufügen können. Aber es gibt Möglichkeiten“, blickt Carey hoffnungsvoll in die Zukunft.

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