Verzweifelte Anzeige: Kölner sucht Mitarbeiter, die „nicht komplett verpeilt“ sind

Eine Kölner Firma hat auf Facebook eine ungewöhnliche Ausschreibung gepostet.

Thorsten Heyer ist verzweifelt. Seit sieben Jahren hat er in Köln eine Firma für Umbau- Renovierungs- und Sanierungskonzepte. Und Mitarbeiter zu finden, die nicht „komplett verpeilt“ sind, wird immer schwieriger, erzählt er. Deswegen hat er jetzt eine ungewöhnliche Stellenausschreibung auf Facebook veröffentlicht. Für die hat er sich offenbar durch einen ähnlichen Aushang eines Cafès in Dormagen inspirieren lassen, der durch die sozialen Medien ging: „Du bist in der Lage, dich selbst im Supermarkt mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen, scheiterst nicht am EC-Terminal, brauchst nicht in den nächsten fünf Wochen ein Urlaubssemester, weil du erst mal selbst zu dir finden musst“, heißt es darin unter anderem.

Der Geschäftsführer weiß, wovon er spricht. Er hat schon alles gesehen: Mitarbeiter, die auf der Baustelle im Badezimmer gekokst haben. Andere, die bis halb eins geschlafen haben und dann ganz entspannt nachfragten, auf welche Baustelle sie denn kommen sollen. Und solche, die „Es ist Karneval“ für einen guten Grund hielten, nicht bei der Arbeit zu erscheinen. Nach drei Jahren Ausbildung wüssten manche noch nicht mal, wie man eine Farbrolle hält oder eine Fliese verlegt, erzählt Thorsten Heyer.

„Irgendwann muss man Klartext sprechen“

26 Mitarbeiter hat er in den vergangenen Jahren kommen und gehen sehen. „Irgendwann muss man einfach Klartext sprechen.“ Das scheint zu funktionieren: Drei Bewerbungen hat er schon bekommen, seit er die Ausschreibung gepostet hat. „Mehr als bei den normalen Stellenanzeigen.“ Hoffentlich von Leuten, die dieses Mal tatsächlich seine Anforderungen erfüllen: „Du kannst die Uhr lesen, musst nicht alle drei Minuten eine Whatsapp schreiben, Facebook checken, beherrschst die Grundrechenarten, kannst dich in deutscher Sprache verständigen. Du kannst dir vorstellen, mindestens fünfmal die Woche acht Stunden zu arbeiten, ohne gleich an einem Burnout Syndrom zu erkranken?“ (red)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta