Verwunderung bei Nadal, Barty und Co. über Osakas Medien-Boykott - Zverev zeigt Verständnis

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Verwunderung bei Nadal, Barty und Co. über Osakas Medien-Boykott - Zverev zeigt Verständnis
Verwunderung bei Nadal, Barty und Co. über Osakas Medien-Boykott - Zverev zeigt Verständnis

Frankfurt am Main (SID) - Den angekündigte Medien-Boykott der Japanerin Naomi Osaka bei den French Open hat große Verwunderung in der Tennisszene hervorgerufen. Ohne die Medien "wären wir wahrscheinlich nicht die Sportler, die wir heute sind", sagte Paris-Rekordchampion Rafael Nadal im Vorfeld des Turniers: "Wir hätten nicht die Anerkennung, die wir auf der ganzen Welt haben, und wir wären nicht so populär, oder?"

Die viermalige Grand-Slam-Siegerin Osaka hatte zuvor mitgeteilt, den obligatorischen Pressekonferenzen fernzubleiben, um auf die mentale Gesundheit von Profisportlern aufmerksam zu machen. Auch die Weltranglistenerste Ashleigh Barty zeigte Unverständnis. "Meiner Meinung nach ist die Presse ein Teil des Jobs", sagte die Australierin: "Wir wissen, worauf wir uns als Profi-Tennisspieler einlassen."

Alexander Zverev zeigte viel Verständnis für Osakas Entscheidung. "Naomi ist eine sehr respektierte Athletin und Frau. Wenn sie es für sich so entscheidet, ist es zu respektieren. Ich habe nichts daran zu kritisieren", sagte Deutschlanss Nummer eins und ergänzte, die Medien müssten beachten, dass Sportler, auch wenn sie in der Öffentlichkeit stünden, "auch nur Menschen sind". Zverev betonte aber auch, ohne "guten Journalismus wäre unser Sport nicht da, wo er ist, und dafür bin ich dankbar".

Titelverteidigerin Iga Swiatek stimmte Barty zu. "Natürlich ist es nicht die angenehmste Sache, mit der Presse zu sprechen, nachdem wir verloren haben", sagte die Polin, betonte aber: "Ich finde, dass Medien sehr wichtig sind, weil sie uns eine Plattform geben, um über unser Leben und unsere Perspektive zu sprechen. Das ist auch sehr wichtig, weil nicht jeder ein Profisportler ist und weiß, womit wir auf dem Court zurechtkommen müssen."