Verwirrung des Tages: Rune Jarstein (Hertha BSC)

Verwirrung des Tages: Rune Jarstein (Hertha BSC)

Herthas Torwart Rune Jarstein hat in seiner Karriere bereits 361 Pflichtspiele absolviert, so etwas wie am Samstag hatte er aber noch nie erlebt. "Ich wusste nicht, dass ich das so nicht machen kann. Ich habe den Ball erst nur berührt, nicht festgehalten. Ich habe das so mein ganzes Fußballerleben gemacht und nie hat jemand gepfiffen", sagte Jarstein nach der Partie immer noch völlig ratlos, aber mit einem Lächeln im Gesicht: "Jetzt weiß ich um diese Regel. Zum Glück ist nichts passiert".
Der 33 Jahre alte Norweger verursachte in der Schlussphase des 2:0-Erfolgs bei Bayer Leverkusen auf kuriose Weise einen indirekten Freistoß. Leverkusens Kevin Volland hatte den Ball nach einer Verletzungsunterbrechung zum Berliner Torwart zurückgespielt. Jarstein stoppte den Ball erst mit den Händen, hatte ihn dann auf den Fuß gelegt und nahm ihn erst einige Sekunden später auf.
Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg) entschied zur Verwunderung des norwegischen Nationaltorhüters korrekterweise auf indirekten Freistoß. Es war die beste Chance für die Gastgeber, die den Ball aus sechs Metern nach mehreren Abprallern und einem Lattentreffer von Volland aber auf kuriose Art und Weise nicht im Tor unterbringen konnten.
Jarstein war aufgrund von Oberschenkelproblemen in Leverkusen nach drei Spielen Pause wieder ins Tor zurückgekehrt: "Die ganze Woche habe ich mich auf das Spiel gefreut", sagte Jarstein, der jetzt um eine Fußballregel schlauer ist.