"Verwirrend" und "nicht ideal": Fahrer zweifeln an Pirelli-Reifentest

Stefan Ehlen
·Lesedauer: 4 Min.

Pirelli hat darauf bestanden. Und deshalb mussten alle Formel-1-Teams im zweiten Freien Training zum Portugal-Grand-Prix in Portimao (alle Formel-1-Rennen 2020 im kostenlosen Liveticker verfolgen!) einen besonderen Reifentest absolvieren. Es galt, 30 Minuten lang ausschließlich mit Prototypen-Pneus zu fahren, ohne Details darüber zu kennen und ohne Abstimmungsarbeit zu verrichten.

Haas-Fahrer Kevin Magnussen fand all das "ein bisschen verwirrend", wie er sagt, zumal die Pirelli-Probefahrten die normalen Abläufe an einem Rennwochenende gestört hätten.

"Es war kein sehr guter Test", meint Magnussen. "Es hat uns nicht sehr viel für das Wochenende gebracht. Und ich hielt den Reifen auch nicht für besonders gut."

Magnussen: Lieber abseits eines Rennens testen

Doch was genau Magnussen und seine Formel-1-Kollegen getestet haben, darüber schweigt sich Pirelli aus - bewusst, um möglichst objektive Meinungen zu erhalten.

Ferrari SF1000: Diffusor

Ferrari SF1000: Diffusor<span class="copyright">Giorgio Piola</span>
Ferrari SF1000: DiffusorGiorgio Piola

Giorgio Piola

Ferrari SF1000: Unterboden

Ferrari SF1000: Unterboden<span class="copyright">Giorgio Piola</span>
Ferrari SF1000: UnterbodenGiorgio Piola

Giorgio Piola

Renault R.S.20: Frontflügel

Renault R.S.20: Frontflügel<span class="copyright">Giorgio Piola</span>
Renault R.S.20: FrontflügelGiorgio Piola

Giorgio Piola

Mercedes W11: Vorderrad-Aufhängung

Mercedes W11: Vorderrad-Aufhängung<span class="copyright">Giorgio Piola</span>
Mercedes W11: Vorderrad-AufhängungGiorgio Piola

Giorgio Piola

Haas VF-20: Hinterrad-Bremse

Haas VF-20: Hinterrad-Bremse<span class="copyright">Giorgio Piola</span>
Haas VF-20: Hinterrad-BremseGiorgio Piola

Giorgio Piola

Pirelli-Regenreifen

Pirelli-Regenreifen<span class="copyright">Zak Mauger / Motorsport Images</span>
Pirelli-RegenreifenZak Mauger / Motorsport Images

Zak Mauger / Motorsport Images

Racing Point RP20: Frontflügel

Racing Point RP20: Frontflügel<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Racing Point RP20: FrontflügelMark Sutton / Motorsport Images

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Renault R.S.20: Frontflügel

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Renault R.S.20: FrontflügelMark Sutton / Motorsport Images

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Renault R.S.20: Windabweiser

Renault R.S.20: Windabweiser<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Renault R.S.20: WindabweiserMark Sutton / Motorsport Images

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Mercedes W11: Heckflügel

Mercedes W11: Heckflügel<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Mercedes W11: HeckflügelMark Sutton / Motorsport Images

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Mercedes W11: Luftleitbleche

Mercedes W11: Luftleitbleche<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
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Mercedes W11: Windabweiser

Mercedes W11: Windabweiser<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
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Mercedes W11: Unterboden

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Mercedes W11: UnterbodenMark Sutton / Motorsport Images

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Mercedes W11: Luftleitbleche

Mercedes W11: Luftleitbleche<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Mercedes W11: LuftleitblecheMark Sutton / Motorsport Images

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Mercedes W11: Unterboden mit Sensoren

Mercedes W11: Unterboden mit Sensoren<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Mercedes W11: Unterboden mit SensorenMark Sutton / Motorsport Images

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Mercedes W11: Frontflügel

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Mercedes W11: FrontflügelMark Sutton / Motorsport Images

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Mercedes W11: Frontflügel

Mercedes W11: Frontflügel<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Mercedes W11: FrontflügelMark Sutton / Motorsport Images

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Ferrari SF1000: Frontflügel

Ferrari SF1000: Frontflügel<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Ferrari SF1000: FrontflügelMark Sutton / Motorsport Images

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Ferrari SF1000: Seitenkasten

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Ferrari SF1000: SeitenkastenMark Sutton / Motorsport Images

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Ferrari SF1000: Heckflügel

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Ferrari SF1000: Windabweiser

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Ferrari SF1000: Auspuff

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Ferrari SF1000: AuspuffMark Sutton / Motorsport Images

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Ferrari SF1000: Luftleitbleche

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Ferrari SF1000: Vorderrad-Aufhängung

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Ferrari SF1000: Vorderrad-AufhängungMark Sutton / Motorsport Images

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Mercedes W11: Vorderrad-Aufhängung

Mercedes W11: Vorderrad-Aufhängung<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Mercedes W11: Vorderrad-AufhängungMark Sutton / Motorsport Images

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Mercedes W11: Heckflügel

Mercedes W11: Heckflügel<span class="copyright">Mark Sutton / Motorsport Images</span>
Mercedes W11: HeckflügelMark Sutton / Motorsport Images

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Williams FW43: Windabweiser

Williams FW43: Windabweiser<span class="copyright">Giorgio Piola</span>
Williams FW43: WindabweiserGiorgio Piola

Giorgio Piola

Magnussen aber bezweifelt, dass Pirelli mit dieser Strategie richtig liegt. "Es wäre sicher besser, sie könnten ordentlich mit den Reifen testen", sagt er. In seiner Vorstellung würde das bedeuten: ein eigenes Testauto und viel Zeit auf einer Rennstrecke, nicht nur eine halbe Stunde.

"Wenn möglich, dann sollte man das auch abseits eines Rennwochenendes machen", sagt Magnussen weiter. "Natürlich käme dann aber der Kostenpunkt dazu."

Kwjat: Ohne Streckenkenntnis tut man sich schwer

Die Standortwahl ist etwas, das auch AlphaTauri-Fahrer Daniil Kwjat "überrascht" hat, "dass es genau hier sein musste, auf einer neuen Strecke mit frischem Asphalt. Da wird es schon schwierig, überhaupt irgendwas zu lernen", meint er.

Kwjat zuckt mit den Schultern und sagt weiter: "Pirelli wird schon besser wissen, was es braucht, also kann ich mich nicht beschweren. Ich war nur ein bisschen überrascht. Es war nicht ideal, vor allem nicht auf einer neuen Strecke, aber wir hatten ja keine Wahl."

Nicht ideal - damit meint Kwjat vor allem, dass er als Formel-1-Fahrer über gar keine Vor-Ort-Erfahrung in Portimao verfügte. O-Ton: "Auf dieser Strecke habe ich nicht sehr viele Referenzwerte. Ich weiß also nicht gut, wie sich der Reifen verhalten sollte oder nicht. Ich kann daher keine große Schlussfolgerung ziehen."

Auch er glaubt, Pirelli hätte andernorts mehr von einem Reifentest. "In Abu Dhabi oder in Bahrain", sagt Kwjat, "wäre das sinnvoller gewesen."

Weitere Co-Autoren: O. Karpow. Mit Bildmaterial von Motorsport Images.