Verwaltungsrat gegen Investor - Drees: "Es gibt Interessenten für Ismaiks Anteile!"

Patrick Mayer

Der Verwaltungsrat geht auf Konfrontationskurs zum Investor. "Er muss es aushalten, dass nicht nur eine Seite Schuld hat", sagt der Vorsitzende Drees der AZ und erzählt von neuen Investoren.

München - Er hat sie am Leben erhalten, mit 70 Millionen vor dem Absturz bewahrt, dafür aber den Löwen seinen Willen aufgezwungen. Jetzt rückt eine Zukunft ohne Hasan Ismaik immer näher. Zumindest eine ohne direkten Einfluss des Investors.

Denn der TSV 1860 steckt im Ismaik-Dilemma. Potenzielle Investoren stehen bereit, um dem Jordanier Anteile abzukaufen. Das bestätigte Verwaltungsratschef Dr. Markus Drees der AZ. Doch Ismaik will nicht verkaufen. Eine Insolvenz und damit die einfachste Option, ihn loszuwerden, käme für die Löwen im schlimmsten Fall einem Desaster gleich. Wie die AZ erfuhr, gingen bei der Ausgliederung 2011 sämtliche Immobilien an der Grünwalder Straße vom e.V. an die KGaA über. Ginge die KGaA pleite, kämen wohl besagte Immobilien in die Insolvenzmasse.

Es ist ein Worst-Case-Szenario. Eines, das der Verein nach Prüfung der Unterlagen unbedingt verhindern will. Dennoch bekräftigt der e.V., sich finanziell von Ismaik lossagen zu wollen. "Solange es keine Insolvenz gibt oder er nicht verkauft, ist er noch da. Selbst bei einer Insolvenz bliebe er Miteigentümer", sagt Drees: "Es kann sein, dass eine Insolvenz mit einem Insolvenzverwalter auf eine größere Sanierung hinwirkt. Dann bliebe er an Bord."

Der Verein lehnt den Mehrheitseigner aber längst ab - und verkörpert ein völlig neues Selbstbewusstsein.
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