Verwaltungsgericht weist Klage von Umweltverband gegen Tagebau Hambach ab

Die Umweltorganisation BUND ist vor Gericht mit einer Klage gegen die Fortführung des Braunkohletagebaus Hambach gescheitert. Die von den Umweltschützern in Zweifel gezogenen Genehmigungsbescheide für den Tagebau seien rechtmäßig, urteilte am Freitag das Kölner Verwaltungsgericht. Die Bescheide verstoßen nach Auffassung des Gerichts nicht gegen umweltbezogene Rechtsvorschriften. (Az.:14 K 1282/15)

Gegen das Urteil kann der BUND einen Antrag auf Zulassung der Berufung stellen, über den das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster entscheidet. Gegenstand des Verfahrens waren zwei Betriebspläne für den Tagebau, deren Zulassung vom BUND angefochten wird. Damit wollten die Umweltschützer unter anderem anstehende Waldrodungen im Hambacher Forst verhindern, die der Tagebau-Betreiber RWE zur Fortführung des Tagebaus vornehmen will.

Klimaschützer und Umweltaktivisten fordern seit Jahren einen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung. Sie kritisieren vor allem den hohen Kohlendioxidausstoß der Kraftwerke.

Der Tagebau Hambach liegt zwischen Jülich im Kreis Düren und Elsdorf im Erftkreis mitten im rheinischen Braunkohlerevier. Unter seinem 85 Quadratkilometer großen Abbaufeld lagern laut RWE 2,5 Milliarden Tonnen Braunkohle, die bis zu 450 Meter tief liegen. In dem Tagebau werden jährlich rund 40 Millionen Tonnen Braunkohle gefördert.