Verwaltungschaos: Ex-Arbeitsagentur-Chef soll Berlins Behörden retten

Heinrich Alt (Archivfoto)

Er soll ihn finden, den Rettungsweg, der aus dem Chaos in den hoffnungslos überforderten Berliner Verwaltungen führt: Heinrich Alt, der langjährige Chef der Bundesagentur für Arbeit, wird die Steuerungsgruppe zur "Verbesserung der gesamtstädtischen Verwaltung" leiten. Das hat der Berliner Senat auf seiner Sitzung am Dienstag beschlossen. "Ich freue mich, dass wir nun die Steuerungsgruppe einsetzen werden", sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD), in dessen Verwaltung die mit 13 externen Experten besetzte Gruppe angesiedelt sein soll. "Die Berliner haben einen Anspruch auf gute öffentliche Dienstleistungen innerhalb akzeptabler Fristen."

Die Aufgabe der Gruppe werde nun sein, so Geisel weiter, bis zum 9. Januar 2018 klare Geschäftsstrukturen zu benennen, Arbeitsabläufe zu optimieren und berlinweit gültige Standards für die Bearbeitungsdauer und Qualität bei der Erstellung oder Herausgabe etwa von Bauanträgen, Heiratsurkunden, Parkvignetten, Kita-Gutscheinen oder auch der Kfz-Anmeldungen zu definieren. Durch den jahrelangen Sparkurs ist die Berliner Verwaltung inzwischen überaltert. Mehr als ein Viertel der Landesbeschäftigten wird bis zum Jahr 2019 in den Ruhestand gegen. In den kommenden zwei Jahren müssen deshalb knapp 25.000 Stellen neu besetzt werden. Auch die langwierigen Stellenbesetzungen soll die Expertengruppe nun beschleunigen.

"Wir fangen nicht bei Null an, in vielen Bereichen haben wir bereits erfolgreich etwas gegen die unakzeptabel hohen Wartezeiten unternommen", s...

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