Neue Entwicklung im Ferrari-Poker mit Vettel

Ralf Bach

Erreichen die Verhandlungen zwischen Ferrari und Sebastian Vettel um eine Vertragsverlängerung bald ihre nächste Stufe?

Nachdem die italienische Tageszeitung Gazzetta dello Sport zuletzt Spekulationen veröffentlichte, wonach der Deutsche ein erstes Angebot der Scuderia abgelehnt haben soll, erfuhr SPORT1 nun: Ferrari-Teamchef Mattia Binotto will Vettel einen Mehrjahresvertrag über mindestens zwei Saisons (ggf. plus Optionen) vorschlagen.

Allerdings: Das Gehalt soll weiter im Corona-Modus sein, also drastisch gekürzt werden. Derzeit verdient Vettel angeblich mehr als 30 Millionen Euro pro Jahr.


Jordan denkt an Hamilton bei Ferrari

Der Vertrag des Heppenheimers läuft Ende des Jahres aus. Daniel Ricciardo (Renault) und Carlos Sainz (McLaren) haben sich schon als potentielle Nachfolger in Position gebracht. Ricciardo wäre genau wie Sainz zu haben.

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"Daniels Vertrag endet 2020, also ist er frei", verriet Renault-Berater Alain Prost beim TV-Sender Canal Plus: "Wir haben die Karten nicht in unserer Hand, wir haben keine Option."


Experten wie Ex-Teamchef Eddie Jordan glauben dagegen, dass Lewis Hamilton den Deutschen bei Ferrari ersetzen könnte, wenn Mercedes das Werksteam verkauft.

Binotto lobt Vettel

Soweit ist es aber noch nicht. Stand jetzt ist Vettel Ferraris erste Option. Dazu passen Binottos Aussagen auf der Formel-1-Webseite: "Seb ist eine authentische und aufrichtige Person. Er liebt seinen Job, er liebt ihn wirklich, und das ist einer der Gründe, warum auch wir bei Ferrari ihn so sehr schätzen."

Die Gehaltskürzung allerdings zeigt auch die Grundeinstellung der Scuderia, wonach es immer noch eine Ehre ist, überhaupt für den legendären Rennstall fahren zu dürfen.

Zudem dürfte die geplante Absenkung der Budgetobergrenze Ferrari zu weiteren Sparmaßnahmen zwingen.