Der große Tag ist gekommen

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Der große Tag ist gekommen
Der große Tag ist gekommen

Am Montagabend wird man in München gebannt nach Paris blicken.

Um 20.30 Uhr findet in der französischen Hauptstadt im Théâtre du Châtelet die Verleihung des Ballon d‘Or durch die französische Fachzeitung France Football statt.

Bayern-Star Robert Lewandowski werden gute Chancen eingeräumt, die prestigeträchtige Trophäe einzuheimsen und den letzten Titelträger Lionel Messi zu entthronen.

Bayern-Bosse haben sich angekündigt

Trainer Julian Nagelsmann, Sportchef Hasan Salihamidzic, Vorstandschef Oliver Kahn und Präsident Herbert Hainer haben bereits angekündigt, dem Event vor Ort beizuwohnen.

Es wird deutlich, dass der FC Bayern der Ballon-d‘Or-Wahl eine große Bedeutung beimisst.

Dabei ist aber ganz klar: Es geht dem Rekordmeister um viel mehr als diese kleine, gold-glitzernde Trophäe in Form eines Fußballs. Der Klub sehnt positive Nachrichten herbei.

Schatten schwebt über Bayern

Seit Wochen schwebt ein Schatten über dem FC Bayern. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Zuerst das Corona-Chaos rund um Joshua Kimmich und die ungeimpften Spieler, im Anschluss die turbulente Jahreshauptversammlung, die einen tiefen Riss mit den eigenen Fans offenbarte.

Ehrenpräsident Uli Hoeneß zeigte sich nach der JHV, in der besonders die Verbindung mit Qatar Airways und der Umgang mit den eigenen Fans Streitthemen waren, schockiert. „Das war die schlimmste Veranstaltung, die ich je beim FC Bayern erlebt habe“, sagte Hoeneß dem kicker.

Michael Ott, dessen Antrag über eine Abstimmung zum Katar-Sponsoring abgelehnt wurde, schoss dagegen bei SPORT1 in Richtung der Bayern-Verantwortlichen: „Das Auftreten der Bosse war ein ziemlicher Offenbarungseid.“

Bayerns Ansehen hat gelitten

Das Ansehen des Rekordmeisters in der Öffentlichkeit hat in den letzten Wochen stark gelitten. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Auch bei Trainer Julian Nagelsmann hinterlässt der derzeitige Ärger seine Spuren. „Es gab wahrscheinlich schon mal einfachere Zeitpunkte, Bayern-München-Trainer zu sein“, meinte er bei Sky.

Der FC Bayern könnte nach schwierigen Wochen einen Erfolg, der sowohl Bosse als auch Fans freut, sehr gut gebrauchen - der Pflichtsieg gegen Arminia Bielefeld reichte dafür nicht.

Eine Auszeichnung für Robert Lewandowski, die zumindest zeitweise das sportliche Geschehen wieder in den Vordergrund und den Katar-Ärger in den Hintergrund rücken würde, käme da gerade recht. Der 33-Jährige knackte in der vergangenen Saison den ewigen Bundesliga-Rekord von Gerd Müller und erzielte sagenhafte 41 Saisontore.

Große Unterstützung für Lewandowski

Für Teamkollege Thomas Müller ist klar, wer den Ballon d‘Or verdient hätte: „Lewy muss das Ding holen - fertig!“

Dieser Meinung ist auch Trainer Nagelsmann: „Kein Spieler hätte es mehr verdient als Robert. Er hat neben seiner Gier auf Tore eine unfassbare Haltung zu diesem Sport.“

Aktueller Titelträger ist Lionel Messi, der 2019 mit dem prestigeträchtigen Preis ausgezeichnet wurde. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der Ballon d‘Or 2020 nicht vergeben.

Lewandowski-Wahl mit Folgen für BVB-Spiel?

Für die Auszeichnung 2021 gilt der Pole nun als einer der Top-Favoriten.

„Er ist der beste Stürmer der Welt. Es würde mich zutiefst enttäuschen, wenn er diese Trophäe nicht erhält. Niemand verdient es wie er“, stellte Bayerns Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn auf der JHV klar.

Ein Triumph Lewandowskis könnte etwas Ruhe bringen und Klub und Stürmer Aufwind für das Top-Spiel gegen den BVB am Wochenende (Bundesliga: Borussia Dortmund - FC Bayern, Sa., ab 18.30 im LIVETICKER) verschaffen - eine Enttäuschung allerdings auch das Gegenteil bewirken.

Der Corona-Wirbel, die überraschende Pleite in Augsburg, die turbulente Jahreshauptversammlung: Der November 2021 war ein turbulenter Monat für den FC Bayern.

Eine frohe Botschaft zum Start in die Adventszeit käme da gerade recht.

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