Darum verteidigt Funkel Werner

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Darum verteidigt Funkel Werner
Darum verteidigt Funkel Werner
Darum verteidigt Funkel Werner

Kann Deutschland ohne einen „echten“ Mittelstürmer Weltmeister in Katar werden?

Diese Frage wurde beim STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 diskutiert und rückte vor allem eine Person in den Mittelpunkt: Timo Werner. Denn vieles dreht sich bei der Thematik um die Frage, ob der Stürmer das Format Weltklasse besitzt und einen großen Beitrag zu einem WM-Titel leisten könnte.

„Werner ist kein Stoßstürmer. Aber aus meiner Sicht ist er ein Stürmer von internationaler Klasse“, sagte Friedhelm Funkel im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1: „Er hat die Champions League gewonnen, hat Stärken mit seiner Schnelligkeit. Er ist auf engem Raum in der Lage, Räume zu schaffen.“

Funkel: „Wir brauchen Werner“

Die Trainer-Legende der Bundesliga räumte zwar ein, dass Werner derzeit noch viel Verbesserungspotenzial hat. Er sendet aber eine klare Botschaft hinsichtlich des Turniers in Katar im Winter 2022: „Wir brauchen Werner, weil wir diesen Stoßstürmer nicht haben. Er macht ja auch Tore.“

SPORT1-Experte Alfred Draxler hielt mit einer klaren Haltung dagegen: „Mit Werner auf der Neun werden wir nicht Weltmeister.“ Er verwies auch darauf, dass der 25-Jährige beim FC Chelsea kein unumstrittener Stammspieler ist. Im Sturmzentrum der Blues ist an Romelu Lukaku kein Vorbeikommen.

„Wir haben viel Klasse vorne. Hansi Flick muss herausfinden, wie er diese einsetzt“, analysierte SPORT1-Experte Stefan Effenberg im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1: „Werner kann auch über Außen spielen. Nur im Zentrum zu spielen, das ist nicht optimal für ihn.“

Babbel: Flick gibt Werner „auch mal einen Arschtritt“

Diese Flexibilität sieht Markus Babbel nicht unbedingt als Vorteil. „Es ist wichtig für ihn, zu wissen, wo er spielt. Er brauchte ein Position da vorne drin“, glaubt der 51-malige deutsche Nationalspieler und frühere Trainer.

Im STAHLWERK Doppelpass auf SPORT1 sieht er eine positive Entwicklung von Werner, die ihn an die von Thomas Müller beim FC Bayern erinnert. Bevor Flick zum Chefcoach in München geworden war, wurde Müller unter Niko Kovac noch als „Notnagel“ bezeichnet. Flick richtete den Urbayern wieder auf.

„Er spricht viel mit ihm. Er gibt ihm auch mal einen Arschtritt, aber sagt ihm auch, dass er sein Mann ist“, sieht Babbel nun eine interessante Beziehung zwischen Werner und Flick. Am Montagabend in Nordmazedonien hat Werner die nächste Chance, seine Kritiker zu überzeugen.

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