Versuchte Wahlbeeinflussung: US-Sanktionen und Anklage gegen Iraner

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WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Regierung hat gegen eine iranische Firma und sechs bei ihr angestellte Hacker Sanktionen wegen versuchter Beeinflussung der US-Wahl 2020 verhängt. Die von der Regierung in Teheran unterstützten Akteure hätten von August bis November vergangenen Jahres versucht, das Vertrauen der US-Wähler in den geordneten Verlauf der Abstimmung zu erschüttern, erklärte das US-Finanzministerium am Donnerstag. Sie hätten zudem auch in sozialen Medien Falschinformationen verbreitet und Droh-Mails verschickt.

Die Sanktionen zielen auf die Firma Emennet Pasargad, deren Leiter und fünf Mitarbeiter. Gegen zwei der Hacker wurde zudem in New York Anklage erhoben, wie das Justizministerium erklärte. Ihnen könnten mehrjährige Haftstrafen drohen. Den Iranern wird vorgeworfen, in der Datenbank eines Bundesstaats vertrauliche Informationen über mehr als 100 000 Wähler erbeutet zu haben. Sie hätten Drohungen und ein Video mit Falschinformationen an die Wähler verschickt, hieß es weiter. Für Hinweise zu den Personen oder ihren Aktivitäten wurde demnach eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar (8,8 Millionen Euro) ausgelobt.

Als Konsequenz der Sanktionen wird möglicher Besitz der betroffenen Personen in den USA eingefroren. Zudem ist es US-Bürgern und Unternehmen künftig weitgehend verboten, mit ihnen Geschäfte zu machen. US-Sanktionen erschweren den betroffenen Personen zudem oft die meisten internationalen Geschäfte, weil viele Banken und Unternehmen nicht riskieren wollen, gegen US-Sanktionen zu verstoßen.

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