Verstappen kassiert Nachtritt aus England

Weltmeister Max Verstappen hat den Großen Preis von Ungarn gewonnen und seine Führung in der WM-Wertung weiter ausgebaut, für Ferrari scheinen alle Titel-Träume ausgeträumt.

Charles Leclerc kann mit einem enttäuschenden sechsten Platz nach einem frustrierenden Rennen seine WM-Ambitionen wohl schon vor der nun anstehenden vierwöchigen Sommerpause begraben - der Blick in die internationalen Medien zeigt: Auch in der Ferrari-Heimat Italien wird der Titel inzwischen abgeschrieben. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Diverse Publikationen in mehreren Ländern gratulieren Red-Bull-Star Verstappen praktisch schon zum WM-Titel und rechnen mit Ferrari ab. Das britische Boulevard-Medium Daily Mail verknüpft ein vernichtend-höhnisch Ferrari-Fazit aber auch noch mit einer Stichelei gegen Sieger Verstappen - unter Anspielung auf das umstrittene WM-Finale gegen Lewis Hamilton im vergangenen Jahr - und die unrühmliche Rolle des mittlerweile degradierten Rennleiters Michael Masi.

Die Pressestimmen zum Formel-1-GP in Ungarn - ENGLAND:

Telegraph: „Verstappen hat das Titelrennen im Griff - Ferrari implodiert. Der Champion profitiert von den Fehlern seiner Rivalen und gewinnt von Platz zehn. Hamilton schnappt sich Platz zwei mit neuem Vertrauen in sein Auto.“

Daily Mail: „Es gehört alles Dir, Max! Verstappen brüllt sich vom 10. Startplatz zum Sieg und holt sich fast schon den Titel, während Ferrari erneut Fehler macht. Max Verstappen braucht diesmal keinen Rennleiter, der Regeln bricht, um ihm zu helfen. Er hat Ferrari auf seiner Seite.“ (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Guardian: „Verstappen setzt sich mit Ungarn-Sieg vom Rest ab. Für Max Verstappen, Lewis Hamilton und George Russell wird es eine Freude sein, die Koffer für die alljährliche Sommerpause zu packen [...] Ferrari dürfte die Ferien als abgesagt betrachten und erwägen, einfach die Sachen zu packen und Schluss zu machen nach einer traurigen Leistung der Scuderia, die Verstappen eine Hand am Titel bescherte.“

ITALIEN:

Gazzetta dello Sport: „Ferraris Desaster. Pannen, Fahrfehler, unsichere Box. Die Formel 1 macht Urlaub - und damit auch Ferraris WM-Hoffnungen. Wie können wir noch über WM-Chancen sprechen, wenn Charles Leclercs Rückstand in der Gesamtwertung auf Max Verstappen neun Rennen vor Schluss auf 80 Punkte gewachsen ist?“

Corriere dello Sport: „Ferrari-Desaster. Nichts geht. Der Boden brach ein unter den Füßen von Ferrari, die überzeugt sind, das beste Auto der WM zu haben. Aber jetzt geht es darum, das Buch der Träume zu schließen und zu den ursprünglichen Zielen zurückzukehren: bei einzelnen Grand Prix‘ konkurrenzfähig zu sein.“

Tuttosport: „Das Desaster von Ferrari an der Box ist komplett. Es reicht! Es ist sinnlos, das beste Auto zu haben, wenn man nichts daraus macht. Gedankenlose Entscheidungen servieren Verstappen den Triumph auf dem Silbertablett. Das Ziel vom Doppelsieg in Budapest verwandelt sich in die endgültige und unanfechtbare Kapitulation im Rennen um die WM.“

NIEDERLANDE:

De Volkskrant: „Es schien so gut wie unmöglich: Von Startplatz zehn ein Rennen auf einer Strecke zu gewinnen, auf der kaum überholt werden kann. Aber in dieser Saison scheint für Max Verstappen alles gut zu enden. Er geht in die Sommerpause mit dem beruhigenden Gedanken, dass ihn in den nächsten Monaten eigentlich nichts mehr von seinem zweiten Titel abhalten kann.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

AD: „Max Verstappen hat der Konkurrenz im Kampf um den Titel einen Hammerschlag versetzt. Mit einem gigantischen Vorsprung in der WM-Wertung geht er in die Sommerpause.“

SPANIEN:

Marca: „Ferrari bricht auseinander, und Verstappen ist virtueller Weltmeister. Die Strategie von Ferrari war katastrophal, es ging alles schief. Verstappen ist ein richtiges Monster und kaum zu bremsen. Jetzt hat er schon 80 Punkte Vorsprung bei noch neun ausstehenden Rennen, da dürfte nicht mehr viel anbrennen.“

As: „Ferrari legt den Rückwärtsgang ein. Verstappen ist Zehnter und wird Erster - das sagt eigentlich schon alles. Der aktuelle Weltmeister wusste es die Geschenke seiner Rivalen perfekt für sich zu nutzen. Was für eine beeindruckende Aufholjagd.“

Sport: „Eine Aufholjagd Verstappens im Stile eines Weltmeisters. In Ungarn sah alles nach einem Ferrari-Doppelsieg aus, doch nix da! In der Stunde der Wahrheit war Verstappen derjenige, der das Rennen am besten lesen konnte.“

El Mundo Deportivo: „Man sagt, dass die großen Meister in den Schlüsselmomenten richtig liegen. Max Verstappen und Red Bull sind dafür ein klares Beispiel. Ferrari ist genau das Gegenteil. Dieses Resultat trifft Ferrari mitten ins Herz. Die Frage ist nicht, ob Ferrari das aufholen kann. Die Frage ist, in welchem Rennen Verstappen zum Weltmeister gekrönt wird.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

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