Verstappen greift sein eigenes Team hart an

SPORT1
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Diplomatische Zurückhaltung ist nicht die Art von Max Verstappen, weder auf der Strecke noch daneben.

Platz 2 beim Bahrain-Grand-Prix hinter dem alten und neuen Weltmeister Lewis Hamilton war dem ehrgeizigen Niederländer nicht genug, das hat er nach dem Rennen am Wochenende überdeutlich gemacht - und dabei auch sein eigenes Team nicht geschont: Verstappen hält Red Bull grobe Strategie-Fehler vor, man habe in der Hinsicht "keinen guten Job gemacht".

Max Verstappen über alle Boxenstopps frustriert

"Wir hätten mehr Druck machen können", befand der 23-Jährige: "Ich wäre gerne aggressiver gewesen, ich verstehe nicht, warum wir so konservativ waren. Wir hatten schließlich nichts zu verlieren." (SERVICE: Fahrerwertung der Formel 1)

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Hauptanlass für Verstappens Ärger: die Boxenstopps. Jeder einzelne der drei bot Anlass für Frust, aus unterschiedlichen Gründen.

Bei Stopp 1 bemängelte Verstappen die Entscheidung, nach Hamilton einzukehren - der so die Gelegenheit hatte, mit frischeren Reifen auf dem verschleißreichen Kurs wertvolle Sekunden zu gewinnen und seinen Vorsprung zu vergrößern.

Bei Stopp 2 verschenkte die Boxencrew weitere Zeit durch einen Patzer beim Reifenwechsel - und Stopp 3 verstand Verstappen überhaupt nicht mehr: "Nach dem Safety Car waren drei Stopps ein Kardinalfehler. Ich weiß nicht, warum wir das gemacht haben."

Red Bull verschleudert strategischen Vorteil

Letztlich verschleuderte Red Bull den strategischen Vorteil gegenüber Mercedes, mit einem zusätzlichen Satz harter Reifen ins Rennen gegangen zu sein - ein Ärgernis, das Verstappen intern aufgearbeitet sehen will: "Es ist das Ende der Saison und alles ist entschieden. Aber ich muss es verstehen. Ich werde es zur Sprache bringen."