Verstappen fordert Regeländerung

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Verstappen fordert Regeländerung
Verstappen fordert Regeländerung

Vor dem Heimrennen in Zandvoort hat Max Verstappen den Tabellen-Rückstand auf Lewis Hamilton auf drei Punkte verkürzt (202,5 gegen 199,5 Zähler). (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Doch mindestens einen Rückschlag muss der Niederländer noch verkraften: Sein Motorkontingent wird ihm nicht reichen, daher droht bei einem Rennen noch die Rückversetzung in der Startaufstellung.

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Teamchef Christian Horner bestätigt: “Wir werden um eine Strafe nicht herumkommen. Jetzt müssen wir schauen, wann wir sie strategisch gut terminieren.”

Zur Erinnerung: Pro Saison und Auto sind nur drei Verbrennungsmotoren, Turbolader, MGU-K und MGU-H erlaubt, zwei Batterien und Steuereinheiten sowie acht Auspuffsysteme. Wer mehr braucht, muss je nach der Zahl der über dem Kontingent liegenden Teile mindestens zehn Plätze in der Startaufstellung zurück. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Belgien-GP entspannt Motorkontingent

Schon beim Verbrennungsmotor sind 16 von 20 Fahrer am Limit. Nur die Piloten der beiden Ferrari-Kundenteams Alfa Romeo und Haas – also auch Mick Schumacher – sind erst bei Motor Nummer zwei.

Immerhin hat sich die Situation beim Belgien-GP etwas entspannt: Statt 302 Kilometer wurden nur zwei Runden gefahren – und das hinter dem Safety-Car. Außerdem wurde bekannt, dass der Kalender nur 22 statt 23 Rennen umfassen wird.

Doch viele Fahrer kann das nicht mehr retten. Dazu zählen beide Red Bull-Stars. Bitter: Grund dafür sind Unfälle, die sie nicht verschuldet haben.

Beim Großbritannien-GP schickte Lewis Hamilton Max Verstappen in die Reifenstapel. Beim Einschlag mit 51g erlitt der Motor Risse. Sergio Pérez’ Triebwerk ging bei der Startkollision in Ungarn drauf – verursacht durch Mercedes-Pilot Valtteri Bottas.

Verstappen fordert Formel-1-Regeländerung

Daher fordert Verstappen eine Regeländerung: “Wenn jemand in dich crasht und du Schäden davonträgst und durch die Regeln einen zusätzlichen Motor benutzen musst, dann ist das nicht, wie es sein sollte. Es sollte da etwas mehr Spielraum geben.”

Sinn der Motorbeschränkung ist, die Effizienz der Motoren aufzuzeigen und Kosten zu sparen. Schäden durch Unfälle haben damit ja nichts zu tun. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Doch McLaren-Teamchef Andreas Seidl ist gegen eine Regeländerung: “Wir haben das schon oft diskutiert. Wir sind immer wieder bei dem Ergebnis gelandet, dass es einfach schwierig ist, herauszufinden, was ein durch einen Crash verursachter Schaden ist und was nicht.”

Auch Mercedes könnte Strafe treffen

Immerhin: Auch Mercedes ist bei den Motoren schon bei allen Teilen am Limit. Nicht ausgeschlossen also, dass auch die Stern-Fahrer eine Strafe bekommen.

Das kann die WM durchaus entscheiden. Daher ist der richtige Termin gut. Red Bull zog schon in Spa einen Motorwechsel in Betracht, weil auf der Strecke gut überholt werden kann und der Schaden daher leichter begrenzt werden kann.

Doch jetzt ist Red Bull froh, das nicht gemacht zu haben. Sonst wäre Verstappen nur Sechster statt Erster geworden. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)



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