Verspechen und Bürgernähe: Schulz kämpft um Unentschlossene

Martin Schulz hat gut lachen: Es war ein Abend der Steilvorlagen. In der Sendung “Wahlarena” im deutschen Fernsehen konnte der SPD-Kanzlerkandidat einige Wahlkampfversprechen seiner Partei platzieren. Das war ihm beim TV-Duell zuvor nicht gelungen. Die Zuschauer waren ihm gewogen und stellten keine schwierigen Fragen. So ging es vor allem um soziale Themen wie mehr Gerechtigkeit, Geld für Bildung, verminderte Verteidigungsausgaben und eine verschärfte Mietpreisbremse.

Eine Frau aus Darmstadt sagte, “wir sind eine vierköpfige Akademikerfamilie und können uns trotz zweier Einkommen ein Haus in Darmstadt nicht mehr leisten.”

Schulz forderte daraufhin, “wir müssen in den Wohnungsbau investieren. In Deutschland wird nicht genug gebaut. Es wird auch nicht genug gefördert beim Bau. Der geförderte Wohnungsbau ist ausdrücklich ein Teil unseres Programms. Wenn wir auf dem Wohnungsmarkt nicht eingreifen, werden gut situierte Leute in Deutschland arm.”

Der Austausch in der Wahlarena hat Spaß gemacht. Als Bundeskanzler möchte ich so etwas einmal im Monat machen.— Martin Schulz (@MartinSchulz) 18. September 2017

Ob diese demonstrative Bürgernähe seinen fallenden Umfragewerten zugute kommt, ist noch nicht klar. Knapp die Hälfe der Wähler sind noch unentschlossen.