Versicherungsverbot: EU ziehlt auf Russlands globale Ölverkäufe

(Bloomberg) -- Über das geplante Einfuhrverbot für russisches Öl hinaus nimmt die Europäische Union auch Moskaus Fähigkeit ins Visier, Rohöl und Raffinierieprodukte in anderen Teilen der Welt zu verkaufen. Im Rahmen des sechsten Sanktionspakets will Brüssel den Transport von Ölprodukten erschweren, wie aus informierten Kreisen zu hören ist und aus einem Bloomberg vorliegenden Entwurf hervorgeht.

Ein Kernbestandteil der EU-Pläne ist demnach ein entsprechendes Cargoverbot für europäische Schiffe. Ein solches Embargo würde sich gegen Tanker richten, die unter der Flagge eines EU-Mitgliedsstaates fahren oder von einer Körperschaft besessen oder betrieben werden, die in Europa ihren Sitz hat. Auch diesbezügliche technische oder gewerbliche Dienstleistungen sollen laut einem Entwurf der EU untersagt werden. Die würde auch den Assekuranzsektor umfassen.

Charterer bestehen darauf, dass ein Schiff gegen das Risiko einer Ölpest abgesichert ist, da eine solche Katastrophe Kosten in Milliardenhöhe nach sich ziehen kann. Ist der Versicherungsschutz für bestimmte Ladungen nicht gewährleistet, kann der Handel im Segment zum Erliegen kommen. Das Embargo soll laut EU-Entwurf zudem Brokerdienste und Finanzierungen verbieten, die für den Transport von russischem Öl oder Ölprodukten geleistet werden.

Überschrift des Artikels im Original:

EU Aims to Target Russia’s Global Oil Sales With Insurance Ban

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