Verschollenes australisches U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt

Ein zu Beginn des Ersten Weltkriegs verschollenes australisches U-Boot ist in mehr als 300 Metern Tiefe vor der Küste Papua-Neuguineas aufgespürt worden. "Nach 103 Jahren ist Australiens ältestes Marinerätsel gelöst", sagte die australische Verteidigungsministerin Marise Payne am Donnerstag vor Journalisten in Sydney. Die Ministerin äußerte zugleich die Hoffnung, dass nun die Ursache für das damalige Unglück ermittelt werden könne.

Das niederländischen Forschungsschiff "Fugro Equator" hatte das Wrack nahe der Duke-of-York-Inseln geortet. Das Schiff war auch schon bei der Suche nach der Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH370 eingesetzt worden. Diese war im März 2014 auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden.

Bislang waren zwölf Suchaktionen nach dem U-Boot "HMAS AE1" erfolglos geblieben. Es war am 14. September 1914 verschollen - mit 34 Besatzungsmitgliedern aus Australien, Großbritannien und Neuseeland an Bord. "HMAS AE1" war an einer Operation der Ententekräfte zur Einnahme kaiserlich-deutscher Kolonialgebiete im Pazifik beteiligt. Ministerin Payne sagte, der Verlust des mit vier Torpedorohren bewaffneten, 55 Meter langen U-Boots sei damals eine nationale "Tragödie" gewesen.

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