"Wir vernichten die Grundlage des Lebens"

Jürgen Klöckner

Robert Habeck, seit nunmehr drei Monaten Grünen-Chef, sitzt in seinem Büro in der Parteizentrale, doch seine Gedanken sind gerade woanders. Draußen.

Es ist der erste warme Frühlingstag in Berlin, draußen singen Vögel und Insekten - und glaubt man Wissenschaftlern, könnte es solche Frühlinge bald nicht mehr geben.

Massenweise Sechsbeiner und Vögel sterben. 76 Prozent weniger Insekten als 1989 leben an den Messorten der Insektenzählung - in Naturschutzgebieten. Eine ökologische Katastrophe, die die Berliner Politik kaum beschäftigt.

Daran haben auch die Grünen nichts geändert, deren Job es als Umweltpartei doch eigentlich sein sollte, solche Themen auf die Agenda zu hieven. 

Was läuft da schief, wollten wir von Habeck wissen, der in Schleswig-Holstein auch noch Umweltminister ist. Der Mann ist sozusagen Cheflobbyist der Bienen und Spatzen, will die Grünen allerdings auch zu einer linksliberalen Volkspartei machen, die sich gegen die AfD stemmt.

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Passt das überhaupt zusammen? Wo bleibt der Radau bei den Öko-Themen? Und braucht es einen neue Umweltpartei, wenn sich die Grünen nun auf Themen wie Hartz IV und den Islam stürzen? 

Das Interview in voller Länge:

Herr Habeck, um das Insektensterben aufzuhalten, müssten die Deutschen ihren Fleischkonsum radikal zurückfahren. Mit der Massentierhaltung müsste Schluss sein. Eigentlich müssten Sie einen neuen Veggie-Day fordern. Tun Sies?

Habeck: Der Veggie Day war keine gute Idee. Aber nicht,  weil er uns überfordert, sondern unterfordert hat. Wir brauchen nicht...

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