Vermieter kassiert Geld von Hartz-IV-Empfängern – für ein unerhörtes Angebot

Veit Lindner
Wohngebäude mit Bewohnern aus Osteuropa. (Symbolbild)
  • Eine Immobilienfirma hat mit einem umstrittenen Vorgehen gegenüber Hartz-IV-Empfängern für Aufsehen gesorgt
  • Die Firma verlangt pro Termin 50 Euro von Interessenten

Wie in vielen anderen deutschen Städten herrscht in Regensburg Wohnungsnot. Sozial Schwache, Migranten, und Empfänger von Transferleistungen wie Hartz IV haben es besonders schwer, überhaupt eine Bleibe zu finden.

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Sie müssen froh sein, wenn ein Vermieter ihnen nicht von vornherein die Tür vor der Nase zuschlägt. Das weiß auch die die Regensburger “Amann Verwaltungs GmbH” – und macht daraus ein doppeltes Geschäft.

50 Euro für einen Platz auf der Warteliste

Wie das Nachrichtenmagazin “regensburg-digital” (r-d) berichtet, liegen die Mieten der Immobilienfirma zum Teil nicht nur klar über den marktüblichen Preisen. Sie nützt den großen Andrang auf die Wohnungen, um schon vor der Vermietung zu kassieren.

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Hartz-IV-Empfänger, die sich auf die Warteliste für eine der Wohnungen setzen lassen wollen, müssen dem Vermieter 50 Euro abdrücken. Das ist eine Menge Geld für Menschen, die mit 416 Euro im Monat auskommen müssen.

► Die Firma nimmt Erwerbslose aus und knüpft dann dem Jobcenter und damit dem Steuerzahler überteuerte Mieten ab. 

Dabei ist die Amann Verwaltungs GmbH auch noch stolz auf ihr Unternehmensprofil: “Wir sind sozial, wir sind fair”, schreibt es sich als Philosophie sogar in seine Website.

Schließlich stelle man Wohnraum für Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Verfügung und sei fair gegenüber Mietern und Geschäftspartnern.

Überteuerte Mieten für Schimmel-Wohnungen

Die Immobilienfirma verfügt über 120 eigene Wohnungen und 50 weitere, die im Auftrag vermietet werden.

Drei Viertel der Wohnungen sind nach...

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