Vermarktung Sürther Feld startet: Rodenkirchener sollen Ideen zur Bebauung einbringen

Bisher sind unter Anderem Doppelhaushälften und Einfamilienhäuser vorgesehen.

Die Stadt beginnt mit der Vermarktung ihrer Wohnbaugrundstücke im dritten und letzten Bauabschnitt auf dem Sürther Feld. Es betrifft zunächst drei Flächen, die sich westlich der Sürther Feldallee (ehemals Grüner Weg) entlang ziehen.

Interessierte Bauherren können sich bei der Verwaltung bewerben, den Zuschlag erhält das jeweils überzeugendste Konzept. Als erstes stellt die Verwaltung die geplante Ausschreibung in den Sitzungen der Ausschüsse für Liegenschaft und Stadtentwicklung vor. Sie finden am Dienstag, 4. Juli, um 16.30 Uhr sowie am Donnerstag, 6. Juli, um 15 Uhr statt. Die Sitzungen sind öffentlich.

Bürger sollen Ideen einbringen

Bürgerinnen und Bürger können und sollen eigene Vorschläge für die Bebauung entwickeln und diese über die Mandatsträger in die politische Diskussion einbringen – beim Neubaugebiet Rondorf Nord-West haben Bürgerinitiativen diese Möglichkeit gut genutzt.

Voraussichtlich am 19. September will der Liegenschaftsausschuss verbindlich über die Kriterien der Vergabe entscheiden. Danach beginnt die offizielle Ausschreibung. Die potenziellen Bauherren haben ein halbes Jahr Zeit, jeweils ein konkretes Konzept zu erarbeiten und bei der Stadt einzureichen.

Zehn Doppelhaushälften sind vorgesehen

Es gibt Vorgaben: Auf der nördlichen Baufläche, die an den vorhandenen Rad- und Fußweg (Verlängerung der Straße Am Tannenhof) angrenzt, sind zehn Doppelhaushälften und sechs frei stehende Einfamilienhäuser vorgesehen sowie ein Quartierscafé. Die Fläche ist rund 8800 Quadratmeter groß, der Kaufpreis liegt bei mindestens 6,9 Millionen Euro.

Auf einem weiteren Feld sollen 30 bis 35 Geschosswohnungen entstehen. Dieses 2800 Quadratmeter große Areal soll mindestens 2,1 Millionen Euro kosten und ist nur für Genossenschaften reserviert.

Bezirksvertretung Rodenkirchen nicht beteiligt

Die kleinste der drei Flächen umfasst 1600 Quadratmeter und wird nur Baugruppen angeboten. 20 Wohnungen sollen errichtet werden. Hier gibt es einen Festpreis, der bei rund 1,8 Millionen Euro liegt. Weitere Baufelder werden im Anschluss vermarktet. Insgesamt soll in diesem dritten Abschnitt Wohnraum für etwa 200 Menschen geschaffen werden.

Die Bezirksvertretung Rodenkirchen ist in die Vermarktung nicht einbezogen. Der Bezirksbürgermeister Mike Homann will prüfen, ob sich das Stadtteilparlament nach der neuen Zuständigkeitsordnung zumindest bei einzelnen Grundstücken an dem Prozess beteiligen kann.

Mehr Infos gibt es unter www.ratsinformation.stadt-koeln.de.

Informationsabend

Die Bürgerinitiative „Sürther Feld“ lädt zu einem Treffen am Mittwoch, 12. Juli, 20 Uhr, ins Brauhaus Quetsch, Hauptstraße 7. Bürger sind zum Austausch von Erfahrungen und Besprechen von Problemen eingeladen. Ein Thema wird sicher der bevorstehende Beginn des dritten Bauabschnitts sein. (süs)

Das Neubaugebiet

Rund 2000 Menschen werden künftig im Neubaugebiet Sürther Feld leben. Etwa 800 Wohnungen sind vorgesehen auf dem 40 Hektar großen Areal, weitere 30 Hektar sind Bürgerpark oder werden landwirtschaftlich genutzt. Der erste, nördliche Abschnitt samt Kita ist fertig. (süs)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta