Verletzte bei Zusammenstößen am Tempelberg

Israelische Sicherheitskräfte auf dem Tempelberg

Am Tempelberg in Jerusalem ist es am Donnerstag zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei gekommen. Kurz nachdem gläubige Muslime die heilige Stätte erstmals seit zwei Wochen wieder zum Gebet betreten hatten, kam es am Nachmittag zu den Auseinandersetzungen, wie ein AFP-Journalist beobachtete. Der palästinensische Rote Halbmond meldete 46 Verletzte auf dem Tempelberg und in der unmittelbaren Umgebung.

Der Grund für die Zusammenstöße auf dem Tempelberg war zunächst unklar. Vor dem Gelände gab es Auseinandersetzungen, als israelische Polizisten inmitten einer Menschenmenge liefen. Palästinenser warfen Plastikflaschen, die israelischen Sicherheitskräfte setzten Blendgranaten ein.

Zuvor hatte es so ausgesehen, als wäre der neu aufgeflammte Streit um die Muslimen wie Juden heilige Stätte entschärft: Israel baute seine umstrittenen Sicherheitsvorrichtungen wieder ab, die Palästinenser kündigten daraufhin ein Ende ihrer Proteste an.

Der Konflikt war wieder eskaliert, nachdem bei einem Anschlag am 14. Juli zwei Polizisten in der Jerusalemer Altstadt getötet worden waren. Israel versah die Zugänge zu den muslimischen Gebetsstätten auf dem Tempelberg daraufhin mit Metalldetektoren und neuen Überwachungskameras. Dies führte zu wütenden Protesten von Palästinensern, bei denen fünf Menschen getötet und dutzende weitere verletzt wurden.