Verletzte bei Protesten gegen AfD-Parteitag in Hannover

Polizisten stehen am 02.12.2017 in der Zeppelinstraße in Hannover (Niedersachsen) nahe dem HCC Hannover Congress Centrum neben Gegendemonstranten um den Bundesparteitag der AfD Alternative für Deutschland zu schützen und Gegendemonstranten fernzuhalten. Foto: Peter Steffen/dpaPolizisten stehen am 02.12.2017 in der Zeppelinstraße in Hannover (Niedersachsen) nahe dem HCC Hannover Congress Centrum neben Gegendemonstranten um den Bundesparteitag der AfD Alternative für Deutschland zu schützen und Gegendemonstranten fernzuhalten. Foto: Peter Steffen/dpa

Bei Protesten am Rande des AfD-Parteitages in Hannover sind nach Angaben der Polizei mehrere Menschen verletzt worden. Ein Beamter habe nach einem Flaschenwurf eine Verletzung an der Hand erlitten, sagte ein Polizeisprecher am Samstagmittag. Zudem seien mehrere weitere Polizisten leicht verletzt worden, aber weiterhin dienstfähig.

Auf Seiten der Demonstranten sei nach derzeitigem Kenntnisstand mindestens ein Mensch verletzt worden, der sich bei einer Blockade angekettet habe. Er erlitt demnach einen Beinbruch, die genauen Umstände waren zunächst noch unklar.

AfD-Gegner hatten seit den Morgenstunden unter anderem versucht, Zufahrtswege zum Parteitag zu blockieren. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein. Der erste Parteitag der AfD seit ihrem Einzug in den Bundestag begann mit knapp einer Stunde Verspätung.

Gegen 13.00 Uhr setzte sich im Zooviertel der niedersächsischen Landeshauptstadt ein Demonstrationszug unter dem Motto "Unsere Alternative heißt Solidarität" in Bewegung. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich daran 5500 Menschen. Dort verlief nach Angaben der Polizei zunächst alles friedlich.

Gegen den Parteitag sind mehrere Demonstrationen angemeldet. Am Nachmittag soll es eine Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes geben, zu der weitere 3500 Menschen erwartet werden. Neben breitem Protest aus dem bürgerlichen Lager waren im Vorfeld des zweitägigen Kongresses auch Versuche linksgerichteter Gruppen erwartet worden, den Parteitag zu blockieren.