Verkehrsserie: So tickt Berlin: Willkommen im Bioladen-Kiez

Biomarkt am Senefelderplatz

Den schönsten Teil der Linie U2 – das ist ohne Zweifel der zwischen Schönhauser Allee und U-Bahnhof Eberswalder Straße – sollte man nicht nur fahren, sondern auch einmal zu Fuß gehen. Nur so hat man das alte Viadukt gänzlich im Blick, auf dem sich die U-Bahnen wie große gelbe Raupen Richtung Pankow oder Innenstadt schlängeln. Und man kann beobachten, wie sie zwischen Haltepunkten Senefelder Platz/Eberswalder Straße und Vinetastraße/Schönhauser Allee aus dem Tunnel kommen. Magistratsschirm haben die Berliner das Bauwerk getauft, weil es der Magistrat von Berlin 1914 bezahlt hat. Und weil es den Regenschirm ersetzt, wenn man bei nassem Wetter die Schönhauser Allee entlangläuft.

Anwohner vermissen die Altersmischung im Quartier

Doris Thürmann wohnt seit mehr als 30 Jahren an der Lychener Straße, zwei Minuten vom U-Bahnhof Eberswalder Straße entfernt. Sie liebt die U2, vor allem die Fahrt auf dem Viadukt. "Weil ich abends so schön in die Wohnungen hineinsehen kann und weil so viele unterschiedliche Menschen mitfahren", sagt sie. Außerdem habe die Strecke Tradition, "und nach der Wende hat sie uns mit dem westlichen Zentrum der Stadt verbunden, ohne dass wir irgendwo umsteigen mussten".

Schließlich ist auch die Biomarkt-Dichte entlang der U2 bemerkenswert, wie aus der Interaktivanwendung der Berliner Morgenpost "Berlin an deiner Linie" hervorgeht. An keiner anderen Strecke gibt es mehr. Nicht unbedingt in Ruhleben, einem der beiden Endpunkte der Linie, sehr wohl aber in Pankow und vo...

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