Verkehrspsychologe: Kampf gegen Raser ist schwierig

Mannheim/Berlin (dpa) - Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verkehrspsychologie, Wolfgang Fastenmeier, sieht «keine rechte Lösung» im Kampf gegen Raser auf deutschen Straßen. Zwar gebe es pädagogische Ansätze wie einen «Crash-Kurs», bei dem Rasern die Folgen von Verkehrsunfällen vor Augen geführt würden, ob solche Ansätze wirkten, sei aber «eine offene Frage».

Sein Eindruck sei, dass die meisten Raser «in einer Art Parallelwelt» lebten, sagte Fastenmeier. «Sie wollen sich einfach ausleben und ihre Überlegenheit gegenüber den anderen demonstrieren.»

Auch härtere Strafen seien bei Rasern oft nicht hilfreich, sagte Fastenmeier. «Strafen sind immer nur dann wirksam, wenn es für die Täter ein alternatives Verhalten zum Regelbruch gibt oder wenn die Verhaltensweisen, die unerwünscht sind - also in diesem Fall das Rasen - nicht sehr stabil in ihrem Verhalten verankert sind. Das ist aber bei den Rasern nicht der Fall. Stattdessen wollen sie das ja genau so machen.»

Bei den Tätern handle es sich meist um junge Menschen, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen und mit ihren Autos etwas darstellen können, «das sie sonst nicht sind».

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