Verkehrspolitik: Berliner Senat will Verlängerung von U-Bahnlinien prüfen

Nicht selten überfüllt: Berlins Einwohnerzahl wächst, die Berliner U-Bahnen müssen Schritt halten

Der Berliner Senat schwenkt in der Verkehrspolitik um. Bisher hatte der Ausbau der Straßenbahn Vorrang. Nun wird ernsthaft geprüft, ob auch U-Bahnlinien verlängert werden sollen. Damit soll der wachsenden Einwohnerzahl in Berlins Außenbezirken Rechnung getragen werden. Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) will bevorzugt solche Projekte prüfen, die ein besonders gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen. Dabei geht es darum, dass vorhandene Tunnel genutzt und mit kurzen Verlängerungen neue Umsteigemöglichkeiten geschaffen werden können.

Ganz oben auf der Liste steht die schon oft diskutierte Verlängerung der U8 in Richtung Märkisches Viertel in Reinickendorf. Die Verkehrsverwaltung rechnet damit, dass bis 2030 rund 35.000 Bewohner davon profitieren könnten. "Beim Märkischen Viertel handelt es sich um eines der größten zusammenhängenden Siedlungsgebiete Berlins mit hoher Bevölkerungsdichte, das über keine direkte Schienenanbindung verfügt", begründete Günther die Pläne. Hinter dem Bahnhof Wittenau befindet sich bereits ein 500 Meter langer Tunnel, je nach Variante soll es auf der 1,1 Kilometer langen Strecke Bahnhöfe am Eichhorster Damm und am Märkischen Zentrum geben. Die geschätzten Kosten liegen zwischen 61 Millionen und 104 Millionen Euro. Parallel soll das Buslinienkonzept am Wilhelmsruher Damm optimiert werden, damit viele Fahrgäste die neue Linie nutzen.

Entlang des Kurfürstendamms soll eine Verlängerung der U1 von der Uhlandstra...

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