Verkehrsministerium geht Manipulationsvorwürfen gegen BMW nach

Das Bundesverkehrsministerium geht den Vorwürfen der Abgasmanipulation gegen den Autobauer BMW nach. Wie das Ministerium am Dienstag erklärte, beauftragte die hausinterne Untersuchungskommission unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe das zuständige Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mit den Ermittlungen. Zuvor hatten die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das ZDF-Magazin "Wiso" über eine mutmaßliche Abschalteinrichtung der Abgasreinigung in einem BMW-Fahrzeug berichtet.

Tester der DUH maßen bei einem BMW 320 Diesel auf der Straße bis zu sieben Mal höhere Stickoxid-Emissionen als im Labor. Fuhren sie den offiziellen Testzyklus im Labor nach, so blieben die Messwerte unter den gesetzlichen Grenzwerten. DUH-Chef Jürgen Resch sagte, die vorliegenden Messergebnisse seien "sehr klare Indizien dafür, dass hier unzulässige Abschalteinrichtungen in der Motorsteuersoftware vorhanden sind".

Der Konzern wies die Vorwürfe zurück - diese hätten Züge einer "gezielten Kampagne". "Fahrzeuge der BMW Group sind nicht manipuliert", erklärte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich. Das hätten auch behördliche Nachprüfungen weltweit immer wieder belegt - unter anderem eine Überprüfung des betroffenen Antriebs durch das KBA im August dieses Jahres.