Haftbefehl gegen Fahrer - Verfolgungsjagd am Isarring: Raser hat schon mal jemanden totgefahren!

Ralph Hub

Großer Polizeieinsatz am Isarring: Ein Autofahrer widersetzt sich einer Kontrolle, baut einen Unfall und geht danach auf Beamte los. Später kommt raus, der Mann wurde bereits wegen Fahrlässiger Tötung verurteilt.

München - Mit halb herausgerissener Vorderachse steht der Dacia Duster quer auf der Straße. Der Mittlere Ring ist auf Höhe Tucherpark am Mittwochmorgen komplett gesperrt. Es wimmelt vor Polizisten. Minuten vorher ist ein Schuss gefallen. Die Beamten führen einen 66-Jährigen ab. Es ist das Ende einer dramatischen Verfolgungsjagd quer durch die halbe Stadt.

Mit einem ordentlichen Rausch im Gesicht kracht Herbert W. mit einem Dacia Duster am Mittwoch gegen 1.40 Uhr nachts in Haidhausen in einen Bauzaun. Nachbarn hören Lärm, rufen die Polizei.

Bis eine Streife in der Preysingstraße eintrifft, ist der dunkelblaue SUV verschwunden. Dafür liegt das Kennzeichen am Boden. Die Beamten machen eine Halterabfrage. Dabei kommt heraus, dass der Geländewagen einer Münchnerin gehört, die nicht weit weg vom Max-Weber-Platz wohnt.

Gegen 4 Uhr fährt eine Streife zu der Adresse. Zur Verwunderung der Polizisten steht der gesuchte Wagen vor dem Haus. Der Fahrer sitzt hinter dem Lenkrad. Er schläft friedlich.

Die Polizisten klopfen, bitten ihn, die Scheibe herunterzufahren. Herbert W. denkt gar nicht daran. Er startet den Motor und gibt Gas. Mit quietschenden Reifen jagt er davon durch die Orleans- in die Rosenheimer Straße. Doch dort steht bereits die Polizei. Die Fahrbahn ist gesperrt.

Der Rentner (66) reißt das Lenkrad herum. Er rast die Strecke zurück, fährt durch die Grillparzer- und Mühlbauerstraße, den Richard-Strauss-Tunnel über die Isar auf dem Mittleren Ring bis zum Tucherpark.
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