Nach Verkehrschaos: Godorfer Flohmärkte werden nicht mehr zeitgleich stattfinden

Wegen der Flohmärkte musste die Kölner Polizei mehrfach ausrücken.

Blockierte Parkhaus-Ausfahrten, zugeparkte Grünstreifen und Rückstau bis auf die Autobahn: Mindestens zwei Mal hatten Trödelmärkte in Godorf in den vergangenen zwei Jahren zu Polizeieinsätzen geführt, weil der Verkehr kollabiert war. Über Stunden habe sich nichts bewegt, berichteten Zeugen jeweils, bis schließlich Polizisten kamen und den Verkehr regelten.

Immer wieder befassten sich auch die Rodenkirchener Politiker mit den Veranstaltungen. Nun ist offenbar endlich eine Lösung gefunden. Die Stadt hat damit allerdings weniger zu tun.

Handhabe des Ordnungsamts begrenzt

Die Handhabe des Ordnungsamts, zuständig für die Genehmigung, ist nach eigener Darstellung begrenzt, da die Märkte auf privaten Parkplätzen stattfinden. Diese gehören zu einem Großhandelsmarkt, einem Baumarkt und einem Einrichtungshaus. Der Großhandelsmarkt und das Einrichtungshaus haben jeweils langfristige Verträge mit den Trödelmarkt-Veranstaltern Melan und Kopp abgeschlossen.

Melan nutzt den teilweise überdachten Parkplatz der Metro für die Trödelstände der Händler, das Parkhaus und den Parkplatz von Ikea für die Autos der Besucher. Kopp nutzte bislang allein das Gelände des Einrichtungshauses.

Einmal im Monat organisieren sie ihre Märkte. Was genau zu den chaotischen Zuständen geführt hat, ist umstritten. Im Vorjahr fanden zusätzlich Trödelmärkte auf dem Parkplatz des Baumarkts statt, in mindestens einem Fall parallel zu einem der Kopp-Märkte. Veranstalter war der Konkurrent. Aus dem Unternehmen Kopp heißt es, Melan habe auf Händler spekuliert, die auf ihrem Markt keinen Platz mehr gefunden hätten. Melan weist das zurück.

Gleichzeitig stattfindende Märkte sind das Hauptproblem

Geschäftsführer Volker Weitz spricht von einem „Versehen“, kündigt aber trotzdem an, den zusätzlichen Markt einzustellen: „Wir haben einvernehmlich entschieden, dass wir das nicht mehr machen.“ Der vergleichsweise kleine Markt lohne sich nicht mehr. Die Geschäftsführung des Baumarktes bestätigt, dass der Parkplatz an Sonntagen nur noch zum Parken genutzt werden darf. Eine solche Lösung hatten die Bezirkspolitiker angestrebt, die in den gleichzeitig stattfindenden Märkten das Hauptproblem sahen.

Auf Antrag der CDU-Fraktion forderte das Bezirksparlament in der jüngsten Sitzung die Stadtverwaltung bereits zum zweiten Mal auf, das zu verhindern. Bezirksbürgermeister Mike Homann hatte zuvor schon versucht, eine entsprechende Selbstverpflichtung der Beteiligten zu erreichen. Doch das dürfte nicht das einzige Problem gewesen sein.

1000 zusätzliche Parkplätze

Der Veranstalter Kopp hat sich bislang auf das Gelände des Einrichtungshauses beschränkt. Insbesondere das Parkhaus erwies sich aber als Staufalle. Umbauten an den Fahrspuren stellten zeitweise weitere kritische Engstellen dar. Deshalb nutzt Kopp künftig die Parkplätze des Baumarktes und des Großhandelsmarktes, um – laut einem Mitarbeiter – 1000 zusätzliche Stellplätze für die Autos der Besucher anbieten zu können.

Das dürfte nicht zuletzt die Ordner freuen, die Knopp auf seinen Märkten einsetzt. Einige von ihnen hatten sich während der jüngsten chaotischen Sonntage zurückgezogen, weil sie sich den offenbar wüsten Beschimpfungen der Autofahrer nicht länger aussetzen...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta