Verkehr in Rodenkirchen: So reagieren die Bürger auf den neuen Kreisverkehr

Der neue Kreisel wird überwiegend positiv gesehen.

Noch ist er nicht ganz fertiggestellt, der neue Kreisel im Herzen von Rodenkirchen. Doch für den Verkehr ist der Kreisel bereits freigegeben. Im Vorfeld des Umbaus der Rodenkirchener Kreuzung Hauptstraße sowie Barbara-/Maternusstraße waren die Meinungen zum neuen Kreisel kontrovers gewesen. Nach dem Umbau jedoch scheinen die Meinungen überwiegend positiv zu sein – ein Rundgang vor Ort mit Anwohnern und Gewerbetreibenden.

Regina Schwier, Angestellte der Boutique Aida, hat die Umbauarbeiten hautnah und täglich mitverfolgt. „Ich war extrem skeptisch“, sagt Schwier in Bezug auf das Ergebnis des Umbaus. Staus und Probleme der Fußgänger beim Überqueren der Fahrbahnen ohne Ampeln hatte sie vermutet. „Doch jetzt bin ich wirklich begeistert, wie reibungslos der Verkehr fließt. Man nimmt Rücksicht aufeinander, das funktioniert.“

Miguel Cuevas ist als Regionalleiter der Kölner Bank regelmäßig in der direkt am neuen Kreisel gelegenen Bankfiliale. „Bisher haben wir von unseren Kunden keinerlei negative Aussagen zum Straßenumbau gehört. Ich persönlich sehe den Umbau langfristig als eine gute Investition“, so Cuevas. Denn schließlich nehme die Umweltbelastung durch teilweise sinnlos vor den Ampeln haltende Autos ab, und die Kosten für den Unterhalt der Ampelanlage entfielen ja auch.

„Aktuelle Lage kann sich nach den Sommerferien verschlechtern“

Anwohnerin Uschi Sixt ist hingegen skeptisch, was nach den Sommerferien passiert. „Wenn sowohl Barbara- als auch Maternusstraße wieder in beide Richtungen für den Verkehr freigegeben und nach der Urlaubszeit die Straßen voller sind, kann sich die aktuelle Lage verschlechtern“, gibt die Rodenkirchenerin zu bedenken.

Dieter Maretzky, Vorsitzender der Bürgervereinigung Rodenkirchen, sieht eine Entlastung der direkten Anwohner von Abgasen. „Darüber hinaus hat sich schon jetzt die Aufenthaltsqualität für die Fußgänger, auch durch die Verbreiterung der Bürgersteige insbesondere in der Maternusstraße, massiv verbessert“ sagt Maretzky. Jedoch könne man erst nach der Fertigstellung der Baustelle besser beobachten, ob auch für die Radfahrer die Situation überschaubar und sicher genug ist.

„Arbeiten gingen insgesamt zügig voran“

Auch Oliver Kehrl, im Vorstand der AG Rodenkirchen und Mitglied des Landtags, ist zufrieden mit den Bauarbeiten: „Wir waren in ständigem Kontakt mit dem Amt für Straßen und Verkehrstechnik, die Zusammenarbeit war sehr gut. Auch bei der Durchführung der Sommertage zeigte sich die Verwaltung sehr kooperativ. Die Arbeiten gingen insgesamt zügig voran.“

Nicht jeder Fußgänger wollte sich zur neuen Situation äußern. Zu ungewohnt ist wohl teilweise für den einen oder anderen noch die Notwendigkeit, sich ohne Lichtzeichen durch Ampeln mit den Autofahrern zu arrangieren. Einige Autofahrer scheinen zumindest teilweise eine ganz andere Herausforderung für ihre Geländewagen entdeckt zu haben.

So ist zu beobachten, dass mancher hochsitzende SUV-Fahrer geradeaus über die mittige Erhöhung des Kreisels donnert – ungeachtet dessen, dass das verboten ist. Wird man dabei erwischt, sind – so eine Sprecherin der Polizei – zwischen 10 und 35 Euro Verwarngeld fällig....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta