Verkehr: Dienstfahrräder sind in Berlin die Ausnahme

Zwei Geschäftsleute auf Fahrrädern

Zur Arbeit strampeln und Steuern sparen? Nicht in Berlin. Unternehmen und Beschäftigte in der Hauptstadt zeigen im Vergleich zu anderen Regionen bisher nur ein geringes Interesse an Dienstfahrrädern. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Der Trend ist da, aber eher in anderen Bundesländern", sagte Wasilis von Rauch, Bundesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland (VCD).

Diensträder stellen Arbeitgeber ihren Angestellten zur Verfügung – ähnlich wie Dienstwagen. Oft sind die Räder geleast. Dafür wird ein Teil des Gehalts einbehalten. Für private Fahrten mit dem Rad zahlen Beschäftigte in der Regel selbst. Für sie ist dieses Modell steuerlich oft günstiger als sich selbst ein gutes Rad zu kaufen. In Brandenburg erfreuen sich Job-Räder bereits großer Beliebtheit.

Für die private Nutzung muss gezahlt werden

In Berlin bietet beispielsweise der Kunststoffhersteller Fastpart seinen Mitarbeitern Diensträder an, bei denen lediglich für die private Nutzung gezahlt werden muss. Rund die Hälfte der Angestellten stieg daraufhin um.

Für Berlin erwartet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club eine wachsende Popularität. Gründe dafür gibt es viele: "Die Dienstradregelung bietet Chancen für die Gesundheit von Arbeitnehmern, für weniger Autoverkehr, Abgase und schwere Unfälle", erklärt Pressereferentin Floriane Lewer. Allerdings brauche man für ein Dienstfahrrad auch gute Abstellplätze, Radwege und ein entsprechendes Verkehrsklima. "Da haben wir speziell in Berlin noch erheblichen Nac...

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