Neue Busverbindung geplant: Bus soll Vingst und Mülheimer Süden besser anschließen

Bezirksvertreter feilen derzeit an einer neuen Linie.

Die Stadtteile Mülheim, Deutz und Kalk sollen vom Fahrplanwechsel im Dezember an mit einer neuen Buslinie verbunden werden. Dies sieht das von der Stadtverwaltung in den Bezirksvertretungen Kalk und Mülheim vorgestellte "optimierte Buskonzept für Mülheim-Süd, Kalk und Vingst" vor.

Linie 150 wird geteilt

Hierfür wird die bisherige Linie 150, die zwischen dem Thermalbad unter der Zoobrücke und der Heinrich-Bützler-Straße in Kalk mit dem benachbarten Gewerbegebiet (Dillenburger Straße) verläuft, vor dem Odysseum geteilt. Von dieser Endhaltestelle aus soll ein Teil als neue Buslinie das westliche Kalk sowie Teile von Deutz mit dem neuen Entwicklungsgebiet im Mülheimer Süden, dem Gewerbegebiet an der Schanzenstraße und dem Stadtteilzentrum Mülheim verbinden.

Der Weg der neuen Linie

Vom Start am Odysseum aus soll die neue Buslinie, für die bislang noch keine Nummerierung feststeht, zunächst den bestehenden Linienweg des bisherigen 150er bis zur Haltestelle Thermalbad befahren. Von dort soll es weiter über den Auenweg und die Deutz-Mülheimer Straße bis zum Wiener Platz gehen. Auf dieser Strecke werden dann die Haltestellen der weiterhin verkehrenden Regionalbuslinien 250 und 260 bedient. Im Bereich der Einmündung des Auenweges in die Deutz-Mülheimer Straße wird eine zusätzliche Haltestelle eingerichtet.

Verknüpfung mit der "190"

Über den Clevischen Ring und die Keupstraße wird eine Verknüpfung des neuen Bus mit dem heutigen 190er eingerichtet, die das Gewerbegebiet Schanzenstraße erschließt. "Diese Ringlinie erfährt durch die künftige Bedienung in zwei Richtungen sowie einen verdichteten Takt eine deutliche Aufwertung", heißt es. Die neue Linie endet am Buskap am Bahnhofsvorplatz in Mülheim. Die Wende erfolgt über eine Blockumfahrung über die Rüdesheimer und Wiesbadener Straße zurück zur Frankfurter Straße.

Der vorgesehene Takt

Der neue Bus soll zwischen 6 Uhr und 23 Uhr verkehren - wochentags bis 20 Uhr im 20-Minuten-Takt und im Anschluss bis 23 Uhr, sowie am Wochenende im Halbstunden-Takt.

Die zweite Hälfte der Linie

Auch die zweite Hälfte, der östliche Abschnitt der gekappten heutigen Linie 150, soll zwischen der Haltestelle Corintostraße und der Endhaltestelle an der Heinrich-Bützeler-Straße weitergeführt werden - allerdings in einer deutlich abgespeckten Variante. Da auf dieser Strecke von den Verkehrsbetrieben in den vergangen Monaten eine eher geringe Nachfrage beobachtet wurde, ist dort ein reduzierterer Takt vorgesehen. Dieser Bus übernimmt wie bisher die Erschließung des Gewerbegebietes und der Bürobauten entlang der Dillenburger Straße.

Übergangslösung

Bis zur geplanten Fertigstellung des Aufzuges an der Bahnhaltestelle Vingst im Sommer 2019 soll der Bus „übergangsweise“ über die Kapellenstraße und Ostheimer Straße bis zur Haltestelle Vingst auf der Kuthstraße weiter geführt werden. Mit diesem Vorschlag reagieren Verwaltung und KVB auf die jahrelangen Forderungen von Bürgern und Kommunalpolitikern nach einer barrierefreien Verbindung zwischen Vingst und dem Stadtbezirkszentrum von Kalk.

Wunsch der Bezirksvertreter

Der geplante Stopp der Haltestelle Kalk Post wurde von den Kalker Bezirksvertretern allerdings jetzt einhellig abgelehnt. „Diese künftige Buslinie 150 sollte in jedem Fall die Haltestelle Kalk Kapelle anfahren“, sagte Kalks Bezirksbürgermeister Marco Pagano. „Schließlich ist die U-Bahn-Haltestelle Kalk Post derzeit noch nicht barrierefrei ausgebaut.“

Zusätzlicher Bus gefordert

Darüber hinaus hält die Kalker Bezirksvertretung an ihrer Forderung nach einer Busverbindung zwischen Vingst und Ostheim fest. Favorisiert wird der Einsatz eines Klein-Busses oder eine Verlängerung der Linie 191, die zur Zeit zwischen der Bahnhaltestelle der Linie 9 Ostheim und dem Neubaugebiet Waldbadviertel pendelt.

Sonderfahrt als Testlauf

Mit einer Bustour über die anvisierte Route von Vingst nach Ostheim hatten Mitglieder des „Stadtteiltreffen Höhenberg/Vingst“ im Vorjahr bewiesen, dass eine barrierefreie Anbindung des Veedels an den ÖPNV durchaus als Zwischenlösung möglich sei. Im angemieteten Linienbus wurde die Strecke im Rahmen einer Sonderfahrt problemlos abgefahren. (NR)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta