Verkehr in Berlin: Berliner sollen im Straßenverkehr rücksichtsvoller werden

Eine Radfahrerin am Alexanderplatz

Das vergangene Jahr war auf Berlins Straßen ein gefährliches. Alle vier Minuten kam es zu einem Unfall, 141.155 wies die Statistik am Ende aus – ein Plus von 2,5 Prozent. Deutlich stärker stieg die Zahl der Verkehrstoten an, um 16,7 Prozent auf 56. Von einer "unerfreulichen Entwicklung" sprach deshalb Bereichsleiter Mario Schwarz von der Prüfgesellschaft Dekra am Mittwoch bei der Präsentation des Verkehrssicherheitsreports 2017. Für den Experten bleibt deshalb die Straßenverkehrssicherheit eine der ganz großen gesellschaftlichen Herausforderungen in der Hauptstadt.

In ihrem Report orientiert sich die Dekra am Prinzip der "Best Practice", sprich an Maßnahmen, die sich anderswo in der Welt bewährt haben und auch hierzulande zu Verbesserungen führen könnten. Ein Beispiel: Fahren unter Alkoholeinfluss. In Berlin stieg 2016 die Zahl der dadurch verursachten Unfälle um fast sieben Prozent auf 1327.

In einigen europäischen Ländern wurde erfolgreich der Einsatz von sogenannten Alkohol-Interlocks getestet. Das sind Geräte, bei denen der Fahrer erst eine Atemprobe abgeben muss, bevor er sein Fahrzeug starten kann. Sie funktionieren also wie eine Wegfahrsperre. In Finnland mussten sich Trunkenheitsfahrer ein solches Gerät auf eigene Kosten einbauen. Untersuchungen ergaben, dass viele Fahrer danach weniger Alkohol konsumierten.

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Ein anderes Beispiel: Prävention. "Alle im Straßenverkehr müssen rücksichtsvoller miteinan...

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