Verkehr in Berlin: Umweltschützer fordern sieben neue Straßenbahnlinien

Mit den Kosten für einen Kilometer U-Bahn-Neubau könnten bis zu 40 Kilometer Tramstrecken gebaut werden, so die Initiatoren.

Ihre "langfristige Utopie" ist die autofreie Stadt und die "demokratische Rückeroberung des öffentlichen Raums", sagen die Umweltschützer vom Verband NaturFreunde Berlin. In einem am Montag vorgestellten Konzept schlagen sie deshalb vor, ergänzend zu den schon laufenden Maßnahmen über sieben neue Strecken bei der Straßenbahn nachzudenken. "Die bisherigen Vorschläge der Berliner Politik sind bei weitem zu zögerlich und bringen den Ausbau der Straßenbahn-Infrastruktur nicht schnell genug voran", sagte der stellvertretende Vorsitzende, Uwe Hiksch. Mit den Investitionskosten für einen Kilometer U-Bahn-Neubau könnten bis zu 40 Kilometer neue Straßenbahnstrecken gebaut werden.

Ziel des Konzepts ist eine flächendeckende Schienenanbindung innerhalb des S-Bahn-Rings und eine bessere Erschließung der Naherholungsgebiete wie Grunewald oder Tiergarten. Die Trassen verlaufen dementsprechend auch alle im West-Teil der Stadt, wo die Tram Ende der 60er-Jahre zugunsten des Autoverkehrs zurückgebaut wurde. Vorgeschlagen werden etwa Strecken vom Bahnhof Hohenzollerndamm bis Konstanzer Straße, über Tauentzienstraße und Kurfürstendamm, Otto-Suhr-Allee und Spandauer Damm oder vom Rathaus Pankow bis zum Bahnhof Spandau. Mittelfristig solle auch der Ausbau von Güterstraßenbahnen angestrebt werden, so die NaturFreunde.

Doch es werden wohl erst mal Gedankenspiele bleiben. SPD, Linke und Grüne haben im Koalitionsvertrag klar geregelt, welche Linien geplant beziehungsweise neu gebaut werden sollen. Am wei...

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