Warum der Verkauf eines Stars der SGE helfen würde

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Warum der Verkauf eines Stars der SGE helfen würde
Warum der Verkauf eines Stars der SGE helfen würde
Warum der Verkauf eines Stars der SGE helfen würde

Der Weggang von Filip Kostic, Daichi Kamada oder Evan N’Dicka? Er würde bei den Fans von Eintracht Frankfurt Sorgen hervorrufen, schon der Wechsel von André Silva zu RB Leipzig hat für ein gewisses Magengrummeln gesorgt.

Es ist ein normaler Vorgang, dass sich Anhänger von Fußballvereinen an ihre Leistungsträger klammern. Sie haben mit Toren, Assists oder guten Defensivaktionen für den Erfolg gesorgt, ihre Abgänge können möglicherweise nicht auf Anhieb ersetzt werden. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Krösche muss Eintracht-Kader umbauen

Doch auf Führungsebene herrscht, vor allem in Coronazeiten, ein anderes Denken. Sportvorstand Markus Krösche muss den Kader umbauen, ihn verjüngen und ihm ein neues Gesicht verpassen. Das Geld ist allerdings knapp, weil die Bundesligisten seit rund 18 Monaten Geisterspiele bestreiten.

10.000 leere Plätze kosten die Frankfurter rund zwölf Millionen Euro pro Saison, insgesamt brachen den Hessen in der vergangenen Spielzeit rund 60 Millionen Euro weg. Umsatzhalbierungen, Gehaltsverzichte der Profis und Kurzarbeit im Klub waren die Folge.

In der kommenden Saison ist dieser Fan-Posten weiterhin ein wackeliger. Wie lange dürfen 25.000 Anhänger das Stadion besuchen? Werden die Arenen überhaupt so schnell wieder voll? An vielen Standorten waren die Stadien in den vergangenen Wochen trotz geringer Auslastung nicht ausverkauft. Es hat sich einiges geändert in diesen Zeiten, die Einnahmen werden nicht sofort wieder wie in Vor-Corona-Zeiten sprudeln. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Rode-Ausfall verschärft die Situation

Einen Teil des Kaderumbaus konnte Krösche ungeachtet dessen jedoch schon bewältigen. Silvas Verkauf brachte - durch eine Klausel bedingt - zwar nur rund 25 Millionen Euro ein. Doch mit Rafael Borré, Jesper Lindström und Jens Petter Hauge kamen interessante und talentierte Offensivspieler hinzu, die Last der 28 Silva-Treffer soll auf mehrere Schultern verteilt werden. Es geht wieder in Richtung gehobener Ausbildungsverein, es war die Erfolgs-DNA der vergangenen Jahre.

Allerdings gibt es weitere Lücken, die vor allem die Knieverletzung von Sebastian Rode vergrößert haben. Der Kader hat viele zentrale Mittelfeldspieler oder rechte Verteidiger, ihm fehlen aber ein klassischer defensiver Mittelfeldspieler, ein Stoßstürmer und möglicherweise noch ein weiterer Innenverteidiger. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Deshalb hätten Verkäufe der Stars geholfen

Verkäufe von Kamada, Kostic oder N’Dicka hätten dem Klub in wirtschaftlich komplizierten Zeiten bei der Umstrukturierung daher geholfen. Die Eintracht wurde durch Corona ohne eigenes Verschulden ausgebremst, der wirtschaftlich einigermaßen stabil aufgestellte Traditionsklub braucht weiterhin Einnahmen. Mit 20 bis 25 Millionen Euro, die jeder der drei genannten Akteure einbringen könnte, wäre die Mannschaft wohl schon komplett verfügbar für Trainer Oliver Glasner.

Da allerdings auch Profis aus der zweiten Reihe, wie etwa Steven Zuber oder Goncalo Paciência, nur noch schwer zu verkaufen sind und eher wenig Ablöse einbringen, sind die Hände gebunden, alles geht nur schrittweise voran. Es bleibt daher spannend bis zum Ende der Transferperiode am 31. August, kein Akteur ist unverkäuflich.

Krösche bastelt dennoch weiter

Krösche versucht die letzten Baustellen unabhängig aller Probleme dennoch proaktiv zu schließen. So soll nach SPORT1-Informationen noch in dieser Woche ein Neuzugang für das Mittelfeld präsentiert werden. Ob die Spur noch immer nach Nizza zu Khéphren Thuram führt, ist allerdings fraglich. Die Gespräche mit dem Klub gestalten sich schwierig. (SERVICE: Bundesliga-Spielplan zum Ausdrucken)

Möglicherweise wartet die Eintracht hier auf den auslaufenden Vertrag im kommenden Sommer. Für den Sturm steht Vinicius von Benfica Lissabon auf der Liste, doch hierfür müsste, wie auch für einen weiteren Abwehrmann, erst Platz im vollen Kader geschaffen werden. Eine Herkulesaufgabe für Krösche auf einem stagnierenden Markt in schwierigen Coronazeiten.

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