Verkauf von Opel beschert General Motors Milliarden-Verlust im dritten Quartal

Der Verkauf seiner Europatochter mit Opel und Vauxhall hat dem US-Autobauer General Motors (GM) einen Milliarden-Verlust beschert. Im dritten Quartal gab es ein Minus von rund drei Milliarden Dollar (2,5 Milliarden Euro), wie GM am Dienstag mitteilte. Insgesamt fielen 5,4 Milliarden Dollar an Sonderbelastungen an, davon drei Milliarden allein für Opel und Vauxhall - etwa für Pensionsverpflichtungen. GM hat Opel und Vauxhall an den französischen Autokonzern PSA verkauft.

Ohne die Sonderkosten erwirtschaftete GM einen Nettogewinn von 2,77 Milliarden Dollar. Der Umsatz fiel um 13,5 Prozent auf 33,6 Milliarden Dollar, vor allem wegen geringer Nachfrage in den USA. Finanzvorstand Chuck Stevens erklärte, mit einer Reihe neuer Modelle und dem festen Willen zur Kostenreduzierung werde GM bis Ende des Jahres "solide Ergebnisse" vorzeigen können.

Der Konkurrent Fiat Chrysler dagegen konnte seinen Gewinn im dritten Quartal um 50 Prozent auf 910 Millionen Euro steigern. Von Januar bis September stieg der Gewinn sogar um 93 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen in Mailand mitteilte. Auch bei Fiat Chrysler schrumpfte aber der Umsatz, und zwar um 1,6 Prozent auf 26,4 Milliarden Euro.