Verkauf des insolventen Flughafens Hahn verzögert sich weiter

HAHN (dpa-AFX) -Die Käufer des insolventen Hunsrück-Flughafens Hahn in Rheinland-Pfalz haben trotz abgelaufener Frist die Kaufsumme noch nicht bezahlt. "Der Vollzug des Kaufvertrags verzögert sich leider nochmals", teilte der Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner am Mittwoch ohne Nennung von Einzelheiten mit. Eine verlängerte Frist zur Überweisung des Geldes war in der Nacht zum Mittwoch abgelaufen.

Plathner teilte mit, er stehe weiter mit dem Käufer, der Investorengruppe Swift Conjoy GmbH, in Kontakt, um den Vollzug zu realisieren. "Gleichzeitig prüfe ich aber weitere Maßnahmen, um schnell Klarheit für den Flughafen Frankfurt-Hahn zu schaffen. Der Flughafenbetrieb wird in vollem Umfang weitergeführt."

Die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH mit rund 400 Beschäftigten war im Oktober 2021 in die Insolvenz gegangen. Ende Juni 2022 hatte Swift Conjoy aus Frankfurt den Zuschlag für den mehrheitlichen Erwerb bekommen. Ein Kaufvertrag über eine nicht bekannte Summe wurde unterzeichnet. Ohne die Zahlung der vereinbarten Summe ist der Kauf des Airports nicht vollzogen. Das Land Hessen hält noch einen Minderheitsanteil von 17,5 Prozent.

Der Flughafenbetrieb gehe auf jeden Fall weiter, sagte der Sprecher des Insolvenzverwalters. "Das steht über allem." Darauf könnten sich die Airlines, die Passagiere und Mitarbeiter verlassen. Hahn ist der einzige größere Airport in Rheinland-Pfalz. Der einstige US-Militärflughafen wird seit 1993 zivil betrieben. Im aktuellen Winterflugplan werden vom Hahn mehr als 30 Ziele angeflogen.