Verkürzung der Transferperiode: Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge fordert europaweit einheitliche Lösung

Bayern-München-Boss Rummenigge hat sich für eine Verkürzung der Transferperiode ausgesprochen. Doch dabei müsse Europa an einem Strang ziehen.

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat sich für eine Verkürzung der Transferperiode in der Bundesliga ausgesprochen, dies aber an eine Bedingung geknüpft. "Es muss zu einer europaweit einheitlichen Lösung kommen, unabhängig vom Saisonstart der einzelnen Ligen", schrieb der 61-Jährige im Bayern-Magazin: "Ein gemeinsames Ende der Transferperiode zum 31. Juli würde auch dazu beitragen, mehr Vernunft und Rationalität in den Fußball zurückzubringen."

Schon in der Vergangenheit haben Rummenigge und der deutsche Rekordmeister Überlegungen dieser Art offen gegenüber gestanden. "Ich möchte hier betonen, dass ein früheres Ende der Transferzeit nie an den großen europäischen Klubs gescheitert ist, sondern am Veto der kleineren Vereine, die ein mögliches Scheitern in der Champions-League-Qualifikation auf dem Transfermarkt auffangen wollen", erklärte der Europameister von 1980.

Die Premier League hatte Anfang September beschlossen, das Transferfenster künftig schon vor Saisonbeginn zu schließen. Reinhard Rauball, Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL), hatte anschließend angekündigt, im DFL-Präsidium einen entsprechenden Antrag zu stellen. Bei einem Beschluss würde die Mitgliederversammlung der DFL im Dezember entscheiden. Bislang endet die Phase für Spielerwechsel in Deutschland wie in den meisten europäischen Ligen am 31. August erst einige Spieltage nach Saisonbeginn.

"So eine sinnvolle Regelung wäre im Sinne der Klubs, aller Trainer und Fans, weil sie am ersten Spieltag wissen, mit welcher Mannschaft ihr Klub in die neue Saison startet", sagte Rummenigge.