Weitere Verhandlungsrunde nach Warnstreiks von Ärzten vereinbart

Nach den Warnstreiks tausender Ärzte an deutschen Universitätskliniken ist eine weitere Verhandlungsrunde in dem Tarifstreit geplant. Nach den zweitägigen Verhandlungen soll es am 6. März weitergehen, wie die Ärztegewerkschaft Marburger Bund am Donnerstag mitteilte. Durch die Warnstreiks sei "erstmals Bewegung in die Verhandlungen gekommen", hieß es nach dem Ende der dritten Verhandlungsrunde weiter.

Am Dienstag hatten sich tausende Ärzte an den Streiks beteiligt. Der Marburger Bund fordert in der laufenden Tarifrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder für rund 20.000 Ärzte an landeseigenen Universitätskliniken sechs Prozent mehr Gehalt. Weitere Forderungen sind mehr freie Wochenenden und eine Begrenzung der Bereitschaftsdienste, damit die Mediziner Beruf und Privatleben besser vereinbaren können.

Außerdem will die Ärztegewerkschaft eine automatisierte Erfassung der Arbeitszeit durchsetzen. Die Verhandlungen betreffen einen Großteil der Ärzte an insgesamt 23 Universitätskliniken. Berlin und Hessen haben eigene Tarifverträge. Auch für die Ärzte an weiteren einzelnen Unikliniken gelten eigene tarifliche Regelungen - etwa am Universitätsklinikum Hamburg, in Halle und in Mainz.