Durchbruch im Poker: Auba und Arsenal angeblich einig

Markus Bosch, Christoph Küppers
Pierre-Emerick Aubameyang steht vor einem Wechsel von Dortmund zum FC Arsenal

Der Abgang von BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang ist offenbar einen Schritt weiter.

Am späten Montag vermeldete der mit Aubameyang gut vernetzte Sender RMC Sport (Radio Monte Carlo), dass der FC Arsenal und Aubameyang sich einig seien. Nur noch die beiden Klubs müssten nun übereinkommen.

Auch das dürfte nur eine Frage der Zeit sein: Am Sonntag reiste eine Arsenal-Delegation nach Dortmund. Sobald der unmittelbar bevorstehende Tausch-Wechsel von Alexis Sanchez und Henrikh Mkhitaryan über die Bühne gegangen ist, ist zu erwarten, dass Arsenals Verhandlungsführer bei Aubameyang alles dafür tun, um Nägel mit Köpfen zu machen.

Ablösefrage noch lange nicht geklärt

In Ablösefragen liegen beide Parteien aktuell noch weit auseinander. Während die Gunners aktuell laut kicker nur 50 Millionen Euro bieten, fordert Dortmund angeblich eine Ablöse von 70 Millionen Euro.

Nach mehrstündigen Gesprächen am Sonntag wurden die Verhandlungen vertagt. Wie Sky UK berichtet, ist die Arsenal-Delegation mit CEO Ivan Gazidis an der Spitze in Dortmund geblieben und führt die Verhandlungen am Montag fort.

Auch der frühere BVB-Chefscout Sven Mislintat ist Mitglied der Delegation. Mislintat hatte Aubameyang einst für den BVB gewonnen.


Giroud als Wunsch-Nachfolger

Teil der Transfergespräche könnten auch die Verhandlungen über einen Nachfolger für den BVB werden. Nach SPORT1-Informationen wollen die Schwarz-Gelben Gunners-Stürmer Olivier Giroud bis zum Saisonende ausleihen. Der Franzose ist bei Arsenal nur noch Reservist und soll beim DFB-Pokalsieger die Lücke schließen, die ein Aubameyang-Abgang hinterlassen würde.

Die Dortmunder Mannschaft würde es begrüßen, wenn das Wechseltheater um den Gabuner langsam ein Ende nähme.

"Es ist keine einfache Situation", gab Andre Schürrle nach dem Dortmunder Unentschieden in Berlin am Freitag zu. Aubameyang hatte parallel zum Auftritt seines Arbeitgebers, der ihn erneut nicht für den den Kader nominiert hatte, öffentlichkeitswirksam mit Freunden in einer Fußballhalle gekickt. Es war nicht die erste Provokation in dieser Wechselperiode.


"Das schafft Unruhe, das schafft Kopfschütteln", gestand Weltmeister Schürrle. Trotzdem sei der 28-Jährige nicht isoliert: "Auba ist ein guter Junge. Wenn man mit ihm spricht, scheint alles okay. Was in seinem Kopf vorgeht, weiß trotzdem niemand genau."

Bis zuletzt hatten Trainer Peter Stöger und Sportdirektor Michael Zorc dem Top-Stürmer die Tür für eine Rückkehr in die Mannschaft offengehalten.

Doch mit dem Start der Verhandlungen am Sonntag ist diese Option wohl endgültig keine mehr.