Vergoldete Wolfsburg Schmidts Rücktritt?

Reinhard Franke
Martin Schmidt schweigt: Er trainierte in Deutschland bisher den FSV Mainz 05 und den VfL Wolfsburg.

Seinen Rücktritt als Trainer des VfL Wolfsburg soll Martin Schmidt mit einer ordentlichen Summe versüßt bekommen haben.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat der Schweizer nach seiner Vertragsauflösung noch eine größere Zahlung erhalten - obwohl die Trennung von ihm ausging. Laut Bild handelt es sich um 800.000 Euro.

Der Verein wollte dies am Donnerstag auf SPORT1-Nachfrage nicht kommentieren. Auch Schmidt und sein Berater schweigen, sie haben sich seit der Trennung noch gar nicht öffentlich geäußert, auch nicht in der Mitteilung des Klubs.

Die Berichte bleiben also unwidersprochen. Und so seltsam es klingen mag, dass ein Trainer auch dann abgefunden wird, wenn er selbst hingeworfen hat: Unüblich sind solche Klauseln in der Branche nicht.


Nicht vom Team verabschiedet

Was auch noch durchsickerte: Schmidt soll sich von dem Team nicht verabschiedet haben. Der kicker schreibt zudem, dass sich Schmidt dazu verpflichtet haben soll, keinen anderen Abstiegskandidaten trainieren zu dürfen.

Schmidt hatte die Wolfsburger im September vergangenen Jahres von Andries Jonker, der den Meister von 2009 in der Relegation vor dem Abstieg in die Zweitklassigkeit bewahrt hatte, übernommen.

Doch der erhoffte sportliche Aufschwung blieb auch unter ihm aus. Zu Beginn seiner Amtszeit kamen die Niedersachsen in der Bundesliga siebenmal in Folge nicht über ein Remis hinaus.

Unter Schmidt holte Wolfsburg in der Rückrunde nur einen Sieg, am kommenden Freitag wäre es zum Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Mainz 05 (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER) gekommen. 

Insgesamt holte Schmidt mit dem VfL in 19 Ligaspielen lediglich drei Siege und elf Unentschieden bei fünf Niederlagen.