Vergleichsportal: Trotz geringerer Kosten keine flächendeckenden Strompreissenkungen

Strom bleibt für Deutschlands Haushalte vergleichsweise teuer: "Wir gehen davon aus, dass der Strompreis auch im kommenden Jahr auf seinem sehr hohen Niveau verharrt", erklärte das Vergleichsportal Check24 am Donnerstag. Zum Jahreswechsel erhöhen demnach bislang 53 Grundversorger ihre Preis um durchschnittlich 2,9 Prozent - betroffen seien über eine halbe Million Haushalte. 52 Versorger senken ihre Preise aber auch - um durchschnittlich 2,3 Prozent. Davon profitieren laut Check24 rund 600.000 Haushalte.

Flächendeckende Senkungen seien nicht in Sicht, erklärte Check24 - obwohl die Kosten für die Erneuerbare-Energien-Umlage und für Netznutzungsentgelte zuletzt gesunken seien. Im November kosteten 5000 Kilowattstunden Strom dem Portal zufolge im Schnitt 1427 Euro - in der Grundversorgung sind es derzeit 1526 Euro.

Grundversorgungstarife sind die Tarife, zu denen der lokal stärkste Versorger grundsätzlich jeden Kunden in seinem Einzugsgebiet mit Strom oder Gas beliefern muss. Wer überhaupt noch nie den Tarif oder den Anbieter gewechselt hat, zahlt für gewöhnlich den - vergleichsweise teuren - Grundversorgungstarif.

Beim Gas dagegen liegen die Preise laut Check24 weiterhin auf historischem Tiefstand. Zum Jahreswechsel gebe es wenige Anpassungen: 23 Grundversorger erhöhen demnach ihre Preise um durchschnittlich 4,7 Prozent, 29 Versorger senken die Tarife um durchschnittlich 4,6 Prozent.

20.000 Kilowattstunden Gas kosteten im November im Schnitt 1188 Euro, errechnete Check24. Grundversorgungstarife seien dabei mit im Schnitt 1388 Euro deutlich höher als Tarife alternativer Anbieter in Höhe von im Schnitt 905 Euro.

Check24 rief Verbraucher zum Anbieterwechsel auf. Anderenfalls verschenkten sie mehrere hundert Euro im Jahr.