Vergleichsportal: Gasrechnung 2017 so günstig wie seit zehn Jahren nicht mehr

Die Heizthermostate wurden 2017 weniger aufgedreht

Der Heizbedarf der deutschen Haushalte ist dem Vergleichsportal Verivox zufolge im vergangenen Jahr leicht gesunken. 2017 seien insbesondere die Monate März und Oktober vergleichsweise mild gewesen, erklärte Verivox am Samstag. Über das gesamte Jahr hinweg hätten Verbraucher fünf Prozent weniger Heizenergie aufwenden müssen als im Jahr zuvor. Die Kosten für Verbraucher entwickelten sich dabei allerdings unterschiedlich: Gaskunden konnten ihre Rechnung im Vergleich zum Vorjahr senken - Heizölkunden mussten mehr aufbringen.

Im Jahr 2016 war die Gasheizung dem Vergleichsportal zufolge noch gut ein Viertel (27 Prozent) teurer als die Ölheizung. 2017 hätten Öl- und Gaskunden hingegen unter dem Strich etwa gleich viel gezahlt. Eine drei- bis vierköpfige Familie in einem freistehenden Einfamilienhaus mit Gasheizung hatte demnach durchschnittliche Kosten von 913 Euro; für das Heizen mit Öl wurden im Schnitt 927 Euro fällig. Damit sei das Heizen mit Gas auf Jahressicht zehn Prozent günstiger geworden. Gaskunden hätten damit so wenig zahlen müssen wie zuletzt vor zehn Jahren. Das Heizen mit Öl habe sich 2017 hingegen um 16,5 Prozent verteuert, erklärte Verivox.

Grund dafür war demnach vor allem die Entwicklung der Ölpreise, der die Heizölpreise tendenziell folgen. Die für Europa wichtige Rohölsorte Brent legte laut Verivox im Laufe des Jahres um 20 Prozent zu - der Gaspreis sank dem Vergleichsportal zufolge binnen zwölf Monaten dagegen leicht um 0,9 Prozent.