Vereinigung Cockpit fordert bessere Informationen über Krisengebiete

Die Vereinigung Cockpit hat die unzureichende Information von Piloten über mögliche Kriegs- und Krisengebiete auf ihren Flugrouten beklagt. Piloten erhielten von Ministerien oder Airlines "immer noch keine ausreichenden und unabhängigen Informationen" darüber, erklärte die Gewerkschaft am Freitag. So könne eine Crew aber nicht entscheiden, ob der Flug sicher sei oder eine Alternativroute gefunden werden müsse.

Die Vereinigung Cockpit forderte daher einen zentralen Ansprechpartner, der Airline übergreifende Bewertungen zu weltweiten Krisengebieten für die Piloten "zügig und aktuell zur Verfügung stellt". Dabei dürften die wirtschaftlichen Interessen einer Fluggesellschaft nicht vor die Sicherheit gestellt werden.

Weltweit gebe es viele Krisengebiete und zugleich steige die Anzahl der Flüge stetig an, erklärte die Gewerkschaft. Zahlreiche Flugrouten führten über und sogar in diese Gebiete. Im Juli 2014 war ein Passagierflugzeug auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine abgestürzt, alle 298 Menschen an Bord starben. Internationale Ermittler kamen vergangenes Jahr zu dem Schluss, dass prorussische Rebellen das Flugzeug mit einer russischen Boden-Luft-Rakete abgeschossen haben.